Donnerstag, 29. Oktober 2015

Es fliegt, es fliegt, es fliegt… tagsüber

Schon jetzt wird die Volksabstimmung über die Zukunft des Bozner Flughafens im Frühsommer 2016 mit Spannung erwartet. In der Zwischenzeit wird am Gesetzesentwurf gefeilt. Eine nicht unerhebliche Änderung hat am Donnerstag der Gesetzgebungsausschuss vorgenommen.

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Foto: © D

Wie Ausschussvorsitzender Oswald Schiefer berichtet, habe der Ausschuss im Einvernehmen mit dem Landeshauptmann ein Nachtflugverbot in den Entwurf eingefügt: Linienflieger dürfen von 23 bis 6 Uhr nicht verkehren, für Charterflieger gilt das Start- und Landeverbot von 22 bis 7 Uhr.

Warum die Unterschiede in den Uhrzeiten? „Bei Linienflügen wollte man eventuelle Verspätungen berücksichtigen", erklärte Schiefer dazu.

Der Ausschuss genehmigte Kompatschers Flughafen-Gesetzesentwurf mit den vier Ja-Stimmen von Oswald Schiefer, Josef Noggler, Helmuth Renzler und Christian Tschurtschenthaler. Nein sagten Walter Blaas, Riccardo Dello Sbarba und Andreas Pöder. Sie kündigten einen Minderheitenbericht an.

Schiefer allerdings möchte eines noch klargestellt wissen: Sein Ja und jenes des Kollegen Renzler seien als "Ja zur Prozedur, und nicht zum Inhalt" zu verstehen. "Wir stammen beide aus der Gegend, Renzler aus St. Jakob und ich aus Kurtatsch. Ich war dem Thema Flughafen gegenüber immer sehr skeptisch eingestellt. Mit meinem Ja möchte ich den Bürgern die Entscheidung nicht vorwegnehmen." Die Volksabstimmung sei sicher positiv zu bewerten, sagt Schiefer. Mit einer Enthaltung oder einer Gegenstimme hätte er die Volksbefragung nur verzögert.

stol

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