Die Bürgermeister von Gröden - Roland Demetz, Christoph Senoner, Tobia Moroder – sowie die Präsidenten der Tourismusvereine Grödens - Christoph Vinatzer, Lukas Demetz, Ambros Hofer – haben sich mit einem Brief an die Öffentlichkeit gewandt. Sie prangern darin die – ihrer Meinung nach – missbräuchliche Nutzung des Namens „Dolomiten“ an.<BR /><BR />Der Grund: Die Gründung der Marketingkooperation „Brixen Dolomites“.<h3> Hier der offene Brief im Wortlaut:</h3>Angesichts der Gründung der Marketingkooperation ,Brixen Dolomites‘ möchten wir dringend an die Korrektheit der Kommunikation, die Vermeidung irreführender Werbung und die Loyalität zwischen Tourismustreibenden appellieren.<BR /><BR /><b>„Brixen und die genannten Dörfer liegen im Eisacktal und gehören geologisch nicht zu den Dolomiten“</b><BR /><BR />Es wirkt beinahe dreist, sich lediglich den Namen ,Dolomiten' anzueignen, um die Internationalisierung der Destination voranzutreiben, ohne jeglichen Respekt für die Herausforderungen der Kerngebiete der Tourismusregionen, die sich seit Jahren mit dem zunehmend intensiven Hotspot-Tourismus auseinandersetzen müssen.<BR /><BR />Brixen und die genannten Dörfer liegen im Eisacktal und gehören geologisch nicht zu den Dolomiten oder deren charakteristischen Dolomitgesteinsformationen. <h3> „Orte außerhalb der definierten Dolomiten-Region nicht uneingeschränkt mit Begriff ,Dolomiten' für touristische Zwecke werben“</h3>Die geografische und rechtliche Einordnung der Dolomiten als UNESCO-Weltnaturerbe sollte eigentlich Klarheit darüber schaffen, welche Regionen als Teil dieses einzigartigen Naturraums beworben werden dürfen. <BR /><BR />Um das UNESCO-Prädikat zu schützen und irreführende Werbung zu vermeiden, dürfen Orte außerhalb der definierten Dolomiten-Region nicht uneingeschränkt mit dem Begriff ,Dolomiten' für touristische Zwecke werben.<BR /><BR />Die Nutzung des Namens ,Dolomiten‘ durch Destinationen, die nicht innerhalb des definierten Gebietes liegen, stellt einen erheblichen Missbrauch eines sensiblen Naturraums und eine bewusste Irreführung der Gäste dar. <BR /><BR />Viele Gäste sind gezwungen, Verkehrsmittel zu nutzen, um die eigentlichen Dolomiten zu besuchen, was in den Kerngebieten zu einer Überlastung und Überfüllung durch Tagestouristen führt.<BR /><BR />Die Folgen sind eine steigende Ablehnung in der Bevölkerung, eine zunehmende negative Einstellung gegenüber dem Tourismus und ein deutlicher Qualitätsverlust in den betroffenen Gebieten. <BR /><BR />Die Bürgermeister und Präsidenten der Tourismusvereine Grödens appellieren an die Solidarität und Fairness der Tourismusakteure Südtirols und fordern von der Politik und der IDM eine klare Regelung zur Verwendung des Namens ,Dolomiten'.