Schon am Montag sollen die Abschlussverhandlungen für den Einstieg der arabischen Fluglinie Etihad bei der italienischen Airline beginnen.Etihad, Großaktionär von Air Berlin, wolle mit 49 Prozent bei der verlustträchtigen Alitalia einsteigen und dafür zwischen 300 Millionen Euro und 500 Millionen Euro ausgeben, berichtete die römische Tageszeitung „La Repubblica“ am Samstag.Der Rest des Kapitals wird in den Händen italienischer Banken bleiben, darunter der Bank Austria-Mutter UniCredit und Intesa Sanpaolo.Auch die italienische Post ist an der Alitalia beteiligt. Eine Kapitalerhöhung im Wert von 300 Millionen Euro überlegt Etihad. Ein restlicher Anteil von circa 128 Millionen Euro soll als Finanzierung für die Gesellschaft dienen.Mit dem Einstieg Etihads muss sich Alitalia auf massive Jobkürzungen gefasst machen. So will die Fluggesellschaft aus dem ölreichen Golfemirat Abu Dhabi 2.300 Jobs streichen.Damit soll die Zahl der Alitalia-Mitarbeiter auf 10.000 sinken. Vor allem bei Büroangestellten, Bordpersonal und Piloten sollen die Stellen gekürzt werden. Piloten und Bordpersonal werden Jobs bei Etihad angeboten, hieß es.Etihad plant nach seinem Einstieg bei Alitalia auch eine Rationalisierung ihrer Flugrouten. Die arabische Gesellschaft will zur Expansion Alitalias in China beitragen.Auch auf der Strecke Rom-Abu Dhabi sollen mehrere neue Flüge eingeführt werden.Zur Förderung der Verhandlungen zwischen Alitalia und Etihad setzte sich auch der italienische Premier Matteo Renzi ein. Etihad-Chef James Hogan war am Donnerstag mit Renzi in Rom zusammengetroffen.Verkehrsminister Maurizio Lupi hatte am Dienstag vor dem Senat in Rom gesagt, Etihad habe die Bücher geprüft und eine Grundsatzvereinbarung sei in Arbeit.apa