Das Importverbot von russischem Erdgas in die EU-Staaten soll ab 2026 gelten – für bestehende kurzfristige (dürfen bis 17. Juni 2026 weiterlaufen) und langfristige Verträge gibt es aber Ausnahmen, womit sich das Aus der russischen Gasimporte bis Jahresende 2027 erstrecken wird. <BR /><BR />Die Übergangsfrist soll es insbesondere Ungarn und der Slowakei ermöglichen, auf Energiequellen aus anderen Ländern umzusteigen. Beide Länder sind aktuell in hohem Maße von russischem Gas abhängig. Die Einhaltung und Überwachung des Einfuhrverbots soll in enger Zusammenarbeit insbesondere mit den Zollbehörden erfolgen. Es gibt genaue Dokumentationsvorschriften.<BR />Der Vertreter des dänischen Ratsvorsitzes, Energieminister Lars Aagaard, sprach „von einem weiteren wichtigen Tag in Europas Geschichte“.<h3> Umsetzung des „REPowerEU“-Plans</h3>Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine hat die EU bereits weitgehende Einfuhrverbote für russische Energieträger wie Kohle und Öl erlassen. Seit 2022 arbeiten die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten an der Umsetzung des sogenannten „REPowerEU“-Plans, der unter anderem eine Diversifizierung der Gasversorgung vorsieht.