Dienstag, 03. Mai 2016

EU-Frühjahrsprognose: Statt Aufschwung leichte Eintrübung

Die EU-Frühjahrsprognose sagt statt eines erhofften Aufschwungs eine leichte Eintrübung der Wirtschaftsleistung Europas voraus.

Symbolbild.
Symbolbild. - Foto: © shutterstock

So wird für 2016 gegenüber den Vorhersagen der Winterprognose vor drei Monaten ein BIP-Wachstum von nur mehr 1,6 Prozent für die Eurozone statt zunächst 1,7 Prozent in der Winterprognose erwartet, für die EU ein Sinken von 1,9 auf nunmehr 1,8 Prozent.

Für das nächste Jahr müssen EU und Eurozone dafür ebenfalls mit einer geringfügig negativeren Erwartung von je 0,1 Prozentpunkte auf 1,9 Prozent für die gesamte Union und auf 1,8 Prozent für die Währungsunion rechnen.

Schlechtere Globale Rahmenbedingungen

Verhalten zeigten sich auch der Vizepräsident der EU-Kommission Valdis Dombrovskis und Wirtschafts- und Steuerkommissar Pierre Moscovici. Dombrovskis verwies darauf, dass sich die globalen Rahmenbedingungen verschlechterten und die Strukturreformen fortgesetzt werden müssten, um die Verschuldung zu verbessern.

Moscovici kritisierte die ungleiche Verteilung des Aufschwungs im Euroraum zwischen den Staaten und zwischen den Schwachen und Starken in der Gesellschaft.

Positiveres Bild bei Arbeitslosigkeit und Budgetdefizit

Positiver sieht es für EU und Eurozone in den Bereichen Arbeitslosigkeit und Budgetdefizit aus. Bei der Arbeitslosenrate kann sich die EU über eine weitere Reduktion von 9,4 Prozent (2015) über 8,9 Prozent (2016) und 8,5 Prozent (2017) freuen. Die Eurozone kann mit einem Absinken von 10,9 Prozent (2015) auf 10,3 Prozent (2016) und 9,9 Prozent (2017) rechnen.

Ein allgemein eher positives Bild zeigt die Entwicklung der Budgetdefizite. In der EU sinken die Haushaltsdefizite von 2,4 Prozent 2015 auf 2,1 Prozent 2016 auf 1,8 Prozent 2017 und in der Währungsunion von 2,1 Prozent 2015 über 1,9 Prozent 2016 auf 1,6 Prozent 2017.

apa

stol