Dienstag, 05. Mai 2015

EU im Prinzip einig über Reform des Emissionshandels

Die EU zieht das Tempo an beim Klimaschutz im Emissionshandel. Bereits 2019 soll damit begonnen werden, das Angebot an industriellen Verschmutzungsrechten zu verknappen.

Foto: © shutterstock

Darauf haben sich Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments am Dienstagabend in Brüssel verständigt.

Der Emissionshandel verpflichtet die Industrie und Energiebranche, Verschmutzungsrechte für jede Tonne Kohlendioxid-Ausstoß vorzuweisen. Doch der Preis ist viel niedriger als gedacht, daher lohnen sich Investitionen in moderne Filteranlagen oder Stromspartechnik kaum. Die Reform soll das ändern.

Durch die Verknappung der Rechte steigt der Preis für Luftverschmutzung, was Investitionen in klimaschonende Technik attraktiver macht. Die EU-Kommission hatte ursprünglich 2021 als Startjahr vorgeschlagen. Nun sollen die Eingriffe zwei Jahre früher beginnen, um den Klimaschutz zu stärken. Außerdem sollen etwa 1,5 Milliarden CO2-Rechte in eine Art Ablage geschoben werden, wo sie auf lange Sicht dem Markt entzogen wären.

apa/dpa

stol