Freitag, 09. September 2016

EU-Kommission zieht umstrittenen Roaming-Vorschlag zurück

Nach heftiger Kritik lenkt die EU-Kommission bei der Neuregelung der Handykosten ein: Der Vorschlag, wonach Anbieter kostenfreies Roaming im EU-Ausland auf 90 Tage befristen können, soll überarbeitet werden. Dies habe Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker angeordnet, hat seine Behörde mitgeteilt.

Die Roaminggebühren werden nicht wegfallen.
Die Roaminggebühren werden nicht wegfallen. - Foto: © shutterstock

Die Neuregelung soll Mitte 2017 kommen. Angekündigt war sie als „Wegfall“ der Roaming-Gebühren, auch wenn Einschränkungen stets vorgesehen waren. Die Kommission, die die Details ausarbeiten sollte, hatte diese Woche vorgeschlagen, dass Anbieter nur mindestens 90 Tage pro Jahr ohne Zusatzkosten fürs mobile Telefonieren im Ausland gewähren müssen. Dieser Vorschlag werde zurückgezogen, erklärte die Kommission.

dpa

stol