Dies geht aus den aktuellen Daten des Landesinstitutes für Statistik ASTAT hervor.Dieses hat eine Studie zum Thema „Erwerbstätige und Arbeitssuchende“ durchgeführt und dabei einen Blick auf die vergangenen vier Jahre auf dem Südtiroler Arbeitsmarkt geworfen.Rund 256.000: Zahl der Erwerbspersonen steigt kontinuierlichDoch was genau ist eine Erwerbsperson?Als Erwerbsperson wird jene Person bezeichnet, die über 15 Jahre alt ist und entweder eine Arbeit hat oder eine sucht.Und genau diese Zahl ist in den vergangenen Jahren in Südtirol gehörig gestiegen: Waren es 2008 noch 240.900 Personen, wurden 2012 insgesamt 255.800 Personen als Erwerbspersonen klassifiziert.167.400 wurden hingegen als Nichterwerbspersonen eingestuft. „Das sind Rentner, Hausfrauen, Schüler oder Studenten“, so das ASTAT.Erwerbsquote von 75 Prozent: EU-Ziel erreichtGenerell lassen die ASTAT-Daten erkennen, dass die Erwerbsquote – also der Anteil der Erwerbspersonen an der Wohnbevölkerung – in den vergangen Jahren merklich angestiegen ist: Die Quote kletterte von 72,3 Prozent im Jahre 2008 auf 75 Prozent im Jahre 2012.Das EU-Ziel bis zum Jahre 2020 auf eine Erwerbsquote von 75 Prozent zu kommen, hat Südtirol somit schon erreicht, so das ASTAT.Gestiegen ist dabei jedoch nicht nur die Zahl der arbeitenden Personen, sondern auch die Zahl jener, die nach einem Job suchen.Arbeitslosenquote: Von 2,8 auf 4,1 ProzentDenn waren vor fünf Jahren noch 235.200 Personen erwerbstätig und 5700 arbeitslos, waren es 2012 über 10.000 Erwerbstätige und rund 5000 Arbeitslose mehr.Die Gesamtzahl der Arbeitslosen wuchs 2012 somit auf 10.600 Personen.Daraus ergib sich wiederum: Die Arbeitslosenquote klettert immer weiter nach oben. Lag sie 2008 noch bei 2,4 Prozent, machte sie 2012 bei 4,1 Prozent Halt, berichtet das ASTAT.Dienstleistungssektor und unselbstständigSind die Südtiroler allerdings beschäftigt, dann sind sie meist unselbstständig (rund 75 Prozent).Darüber hinaus zieht es den Südtiroler vorrangig in den Dienstleistungsbereich. Rund 71,4 Prozent der Erwerbstätigen haben in diesem Sektor Arbeit gefunden.Frauen: Befristet und TeilzeitNach wie vor dominiert die Vollzeitbeschäftigung über den Teilzeit-Job. Über drei Viertel der Südtiroler Arbeitstätigen sind Vollzeit im Einsatz. Teilzeit nehmen meist Frauen in Anspruch.Ein eher typisch „weibliches“ Phänomen sind auch befristete Arbeitsverträge. Während 2012 „nur“ 11,8 Prozent der unselbstständig erwerbstätigen Männer einen Vertrag mit Ende hatten, waren es bei den Frauen rund 20 Prozent.stol