Federico Cavallaro, Mobilitätsexperte von Eurac Research, blickt positiv auf Südtirols Verkehrsmittel: sie würden durchschnittlich häufiger genutzt werden als in anderen italienischen Regionen, das Angebot sei gut und vielfältig.Trotzdem Südtirol gute Verbindungen und Anschlüsse in die benachbarten Alpenregionen bietet, ist das Privatauto nach wie vor das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel. Der Fernverkehr in größere Städte in Italien, Schweiz, Deutschland oder Österreich gestaltet sich häufig schwieriger – ein Grund, weshalb auch viele Touristen nach wie vor mit dem Privatauto anreisen. Das führt unter anderem zu Überlastungen auf der Brennerautobahn.Fahrpläne Auch an den Fahrplänen findet die Eurac Potential zur Verbesserung. Informationen zu Verspätungen, Abweichungen und Anschlüssen sollten durch Anzeigen in Echtzeit in den Verkehrsmitteln beziehungsweise an den Haltestellen aufgezeigt werden.TarifsystemAuch für das Tarifsystem haben die Forscher Verbesserungsvorschläge: die Unterschiede der Preiskalkulation der verschiedenen Transportunternehmen sind relativ hoch. Differenzbeträge bei der Ergänzung von Nahverkehrs- und Fernverkehrstickets seien oft schwierig, berichtet die Eurac.Die Analyse wurde im Rahmen des europäischen Projekts CONNECT2CE auch in anderen peripheren Gebieten in Kroatien, Slowenien, Ungarn und in Österreich durchgeführt.stol