Dienstag, 04. Mai 2021

Euregio-Studie: „Das weibliche Unternehmertum in der Europaregion“

Bei einer Onlineveranstaltung wurde am Dienstag eine Studie zum weiblichen Unternehmertum in der Europaregion vorgestellt. Die Euregio-Studie hat das Ziel, die Besonderheiten und Eigenheiten des weiblichen Unternehmertums in den 3 Euregio-Ländern Tirol, Südtirol und Trentino zu erforschen.

Bei einer Onlineveranstaltung wurde am Dienstag eine Studie zum weiblichen Unternehmertum in der Europaregion vorgestellt.
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Bei einer Onlineveranstaltung wurde am Dienstag eine Studie zum weiblichen Unternehmertum in der Europaregion vorgestellt. - Foto: © Handelskammer Bozen
Empirische Erkenntnisse belegen, dass das weibliche Unternehmertum in bedeutendem Maße zur Schaffung von Innovation, Beschäftigung und Wohlstand in allen Wirtschaftssystemen beiträgt. Dabei nehmen Frauen aus den verschiedensten Gründen eine unternehmerische Tätigkeit auf.

Laut Fachliteratur ist ein wichtiger Beweggrund sicher die Vereinbarkeit von Familie und Beruf; daneben spielt aber auch die Tatsache eine Rolle, dass Führungspositionen für viele Frauen in der lohnabhängigen Berufstätigkeit immer noch unzugänglich sind. Den Euregio-Ländern war es deshalb ein Anliegen, die Situation von Frauen in Tirol, Südtirol und Trentino zu dokumentieren.

Zahl der Neugründungen weiblicher Unternehmen gestiegen

„In der Europaregion können wir mit Stolz feststellen, dass die Zahl der Neugründungen von weiblichen Unternehmen in den letzten Jahren stetig gestiegen ist. Dabei gründen Frauen hauptsächlich Kleinstunternehmen, welche das Rückgrat der Wirtschaft in den Euregio-Ländern Tirol, Südtirol und Trentino bilden“, so die Präsidenten der Handelskammern von Bozen und Trient, Michl Ebner und Giovanni Bort, sowie der Präsident der Wirtschaftskammer Tirol, Christoph Walser, die bei der heutigen Onlineveranstaltung die Grußworte hielten.

Mariangela Franch, Universitätsprofessorin und Leiterin der Forschungsgruppe, stellte danach die Euregio-Studie „Das weibliche Unternehmertum in der Europaregion“ vor. Die Publikation gliedert sich in 3 Teile: Auf die Betrachtung der Fachliteratur zum Thema folgt eine Kontextanalyse der untersuchten Länder. Der abschließende Teil enthält die Ergebnisse der Interviews mit insgesamt 23 Unternehmerinnen aus Tirol, Südtirol und dem Trentino.

Marina Rubatscher Crazzolara, Präsidentin des Beirats zur Förderung des weiblichen Unternehmertums der Handelskammer Bozen, Claudia Gasperetti, Koordinatorin des Beirats zur Förderung des weiblichen Unternehmertums der Handelskammer Trient sowie Martina Entner, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Tirol, unterstreichen den Praxisbezug der Forschungsarbeit: „Die Studie über die Merkmale des weiblichen Unternehmertums in der Europaregion gibt uns die Möglichkeit, konkrete und strategische Vorschläge zur Vereinfachung der Geschäftstätigkeit von Unternehmerinnen einzubringen, wobei einige davon direkt von den Befragten stammen.“

stol