Donnerstag, 08. Februar 2018

Euro-Anstieg gefährdet Aufschwung nicht

Die jüngsten Börsenturbulenzen und der Kursanstieg des Euro dürften aus Sicht des Präsidenten der deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, den Aufschwung im Euroraum nicht gefährden. Die erstarkte Gemeinschaftswährung Euro sei vielmehr zum Teil eine Folge der besseren Konjunkturaussichten, sagte Weidmann am Donnerstag auf einer Veranstaltung in Frankfurt.

Der Kursanstieg und die Börsenturbulenzen werden den Konjunkturaufschwung nicht beeinträchtigen.
Der Kursanstieg und die Börsenturbulenzen werden den Konjunkturaufschwung nicht beeinträchtigen. - Foto: © shutterstock

„Natürlich werden wir genau jede Auswirkung verfolgen, die Wechselkursbewegungen auf unser vorrangiges Ziel der Preisstabilität haben könnten“, fügte er hinzu. Auch die jüngsten Börsenturbulenzen seien kein Grund zur Sorge. Die Aktienkurse in den USA seien lange Zeit gestiegen, ohne dass es eine Korrektur gegeben habe. Dies sei angesichts hoher Bewertungen ungewöhnlich gewesen.

Weidmann zufolge dürften großangelegte Anleihenkäufe zur Stützung der Wirtschaft im Währungsraum bald nicht mehr nötig sein. Falls sich der konjunkturelle Aufschwung wie geplant fortsetze, seien „substanzielle“ Wertpapier-Nettokäufe über das angekündigte Ausmaß hinaus wohl nicht mehr erforderlich.

Die EZB hatte ihre monatlichen Anleihenkäufe ab Jänner bereits auf 30 Milliarden Euro halbiert. Die in Deutschland und auch Österreich umstrittenen Transaktionen sollen noch bis mindestens Ende September fortgesetzt werden.

apa/reuters

stol