Sonderschichten werden eingelegt, die Weihnachtsferien in einigen Werken verk?rzt, was vor allem an der boomenden Nachfrage aus den USA und China liegt. Auf Europa alleine wollen sich die deutschen Autobauer l?ngst nicht mehr verlassen, da die Neuzulassungen hier schon lange stagnieren.Die Produktion der deutschen Hersteller Volkswagen, BMW und Daimler in Deutschland selber stagniert bei rund 5,5 Millionen Fahrzeugen. Im Ausland nimmt die Fertigung dagegen zu. Vor allem in Asien und S?damerika ziehen die Autobauer derzeit neue Werke hoch. Der deutsche Verband der Automobilindustrie (VDA) k?ndigte f?r 2014 einen Zuwachs der Auslandsproduktion um sechs Prozent auf 9,2 Millionen Fahrzeuge an. ?Das stellt Deutschland noch st?rker in den Wettbewerb?, sagte VDA-Chef Matthias Wissmann bei der Pr?sentation der Zahlen in Berlin.Noch deutlicher wurde Ernst & Young: ?Der Druck auf die deutschen Standorte d?rfte sich also weiter erh?hen ? trotz der aktuell guten Auslastung vieler deutscher Werke?, schrieb Peter Fu?, Automobilexperte und Partner der Unternehmensberatung. Neue Produktionsst?tten und Entwicklungszentren entst?nden in China, den USA und anderen dynamisch wachsenden M?rkten ? nicht aber in Westeuropa und in Deutschland.Deutschland kein Wachtsumsmarkt mehrDeutschland ist schon l?nger kein Wachstumsmarkt mehr. 2013 d?rften laut VDA hierzulande 2,93 Millionen Fahrzeuge neu auf die Stra?en kommen, f?nf Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Damit rutscht der deutsche Automarkt auf einen der niedrigsten St?nde seit der Wiedervereinigung vor mehr als 20 Jahren.Im n?chsten Jahr erwartet der VDA rund drei Millionen Neuregistrierungen. Die Prognose werde sich aber nur dann erf?llen, ?wenn die Rahmenbedingungen stimmen und sich die derzeit erkennbare Erholung fortsetzt?, schr?nkte Wissmann ein. Schon seit Jahren pendelt die Nachfrage in Deutschland um die Marke von drei Millionen Fahrzeugen. Ein st?rkerer Anstieg ist nach Meinung von Experten auch in den n?chsten Jahren nicht in Sicht, da viele Menschen bereits zwei Wagen haben und neue Autos allenfalls gekauft werden, wenn der alte ausgedient hat.Strukturelle Probleme in DeutschlandNach Meinung von Ernst & Young hat Deutschland weniger mit konjunkturellen Problemen zu k?mpfen als mit strukturellen. Obwohl die Rabatte hoch und die Zinsen niedrig seien, die L?hne stiegen und die Besch?ftigung auf Rekordstand liege ? die Menschen hielten sich beim Autokauf zur?ck. Daf?r gibt es nach Meinung der Fachleute mehrere Gr?nde. Einer ist sicherlich, dass die Bedeutung eines eigenen fahrbaren Untersatzes generell abnimmt und sich immer Menschen ein Auto teilen, Carsharing-Angebote nutzen, oder wegen Parkplatzmangel und Staus auf ?ffentliche Verkehrsmittel umsteigen.Die Autohersteller sollten daher nicht den Fehler machen, darauf zu vertrauen, dass die Pkw-Verk?ufe in Deutschland wieder das Vorkrisenniveau von durchschnittlich 3,3 Millionen Wagen erreichten, mahnte Ernst & Young. Die Berater gehen zwar davon aus, dass die Pkw-Nachfrage 2014 im niedrigen einstelligen Prozentbereich zulegen wird ? von einer echten Erholung sei der Automarkt aber weit entfernt.Der VDA warnte vor diesem Hintergrund vor weiteren Einschr?nkungen f?r die Automobilindustrie. Mit Sorge sehe man, dass auf dem Arbeitsmarkt bew?hrte und wichtige Instrumente eingeschr?nkt werden sollten, kritisierte Wissmann. Ohne die von Union und SPD geplanten Regelungen zu Leiharbeit und Werkvertr?gen zu nennen, sagte der VDA-Chef, die k?nftige Regierung solle in der Umsetzung des Koalitionsvertrags die Balance zwischen einem Ausbau des Sozialstaates und der Steigerung der Wettbewerbsf?higkeit des Industriestandortes Deutschland wahren.apa/reuters