Vor vier Monaten hatten Erdbeben, Tsunami und die anschließende Havarie des Atomkraftwerks Fukushima den EuroStoxx 50 in der Spitze mehr als sechseinhalb Prozent seines Werts gekostet.Am Dienstag verbuchte der EuroStoxx 50 bis zum Nachmittag einen Verlust von 1,02 Prozent und notierte bei 2.681 Punkten. Zuvor war er bis auf 2608 Punkte abgesackt – dies war der niedrigste Stand seit August 2010.In Paris gab der CAC-40-Index bis zum Nachmittag um 1,27 Prozent auf 3.759 Punkte nach. Der FTSE 100 in London fiel um 1,00 Prozent auf 5.870 Punkte. Viele Anleger schauten mit Furcht auf das neue Sorgenkind Italien: Ein Börsianer monierte das „schlechte Krisenmanagement in der Eurozone“, dieses sorge an den Märkten für eine sehr gedrückte Stimmung.Angesichts der Schulden-Sorgen setzte der DAX am Dienstag seine Talfahrt fort. Der deutsche Leitindex büßte 1,05 Prozent auf 7.154 Punkte ein, nachdem er zwischenzeitlich sogar mit mehr als 3 Prozent im Minus gelegen hatte.talienische Bankwerte wie UniCredit drehten wieder ins PlusDer Mailänder MIB-Index schaffte am Dienstag gegen den Trend ein Plus von 0,48 Prozent auf 18.382 Punkte. Die im Fokus stehenden italienischen Bankaktien zählten dabei zu den stärkeren Titeln: Die Aktien der UniCredit gewannen gegen den Trend 4,59 Prozent auf 1,207 Euro, Intesa SanPaolo legten um 1,83 Prozent auf 1,554 Euro zu. In den Tagen zuvor waren die Bankentitel allerdings heftig unter die Räder gekommen.Sollten die Probleme des hoch verschuldeten EU-Mitglieds Italien nicht gelöst werden, könnte dies nach Einschätzung der australischen Investmentbank Macquarie „katastrophale ökonomische und fiskalische Probleme für Europa“ nach sich ziehen. apa/dpa