Zum Wochenausklang rückt der am Nachmittag anstehende US-Arbeitsmarktbericht in den Mittelpunkt. Vor dem wichtigsten Ereignis der Woche drücken die Vorgaben aber zunächst spürbar auf die Stimmung: So hatte die Wall Street trotz überraschend positiver ISM-Daten schwach geschlossen, und die asiatischen Börsen quittierten dies mit Verlusten. Händler verwiesen weiters auf die typische Nervosität im Vorfeld von bedeutenden Daten. Erwartet werden 70.000 neue Stellen in den USA, allerdings kommen am Markt zunehmend Stimmen auf, die einen deutlich geringeren Stellenaufbau vermuten lassen. Zudem belasteten auch Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Erholungsphase, hieß es weiter.Im Branchenvergleich kam vor allem der Autosektor unter Druck. Der entsprechende europäische Sektorindex sank um etwa 2,4 Prozent, nachdem am Vorabend einige Hersteller ihre US-Absatzzahlen für August präsentiert hatten. Marktteilnehmer waren von den Zahlen insgesamt nicht angetan und zeigten sich vorsichtig, hieß es.Bereits am Vortag hat der Sektor nach der zuletzt starken Erholung eine Reaktion nach unten eingeleitet. Zudem seien die Anleger, Händlern zufolge, aufgrund zahlreicher Abstufungen am Morgen bei den Autowerten sehr zurückhaltend. Allen voran büßten deutsche Titel wie etwa Daimler (minus 2,42 Prozent) oder Volkswagen (minus 3,22 Prozent) ein. In Paris verbilligten sich indes Renault um 2,77 Prozent auf 27,25 Euro.Zu den stärkeren Verlierern zählten auch am heutigen Handelstag wieder einmal die Bankenwerte. So büßten etwa Credit Agricole 3,68 Prozent auf 6,43 Euro ein, während Deutsche Bank zuletzt um 3,43 Prozent tiefer bei 26,70 Euro tendierten. Einzige Kursgewinner im Euro-Stoxx-50 waren bisher die Papiere von SAP (plus 0,24 Prozent) und Schneider Electronics. Bei dem französischen Elektronikkonzern wurde heute ein Aktiensplit im Verhältnis 1:2 wirksam. Zuletzt notierten die Aktien bei 44,77 Euro. apa