Montag, 22. Mai 2017

Eurozone – Schäuble geht von politischer Lösung für Griechenland aus

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble geht von einer politischen Lösung für Griechenland aus.

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble geht von einer politischen Lösung für Griechenland aus.
Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble geht von einer politischen Lösung für Griechenland aus. - Foto: © LaPresse

Vor Beginn der Eurogruppe Montag in Brüssel sagte Schäuble, natürlich könne das Ganze noch nicht finalisiert werden. Doch sollten die Voraussetzungen für rechtzeitige Auszahlung der zweiten Tranche geschaffen werden.

Die Schuldentragfähigkeits-Analyse des IWF sei mit der Haltung der EU-Institutionen nicht in Übereinstimmung. „Deshalb schauen wir, wie wir mit dem IWF eine Lösung finden, sich weiter an dem Programm zu beteiligen, ohne gegen seine Regeln zu verstoßen.“

Deutschland selbst könne über Schuldenerleichterungen nicht entscheiden und verhandeln. Zuvor müsste es ein Mandat des Bundestags geben, „niemand will das“. Ohne den deutschen Außenminister Sigmar Gabriel namentlich zu nennen, sprach Schäuble von „etwas verquerer und nicht durch genaue sorgfältige Kenntnis“ erklärbare Debatte.

Die unterschiedlichen Einschätzungen durch den IWF führte Schäuble auf dessen Regeln. „Der IWF will ja für die ganze Laufzeit notfalls bis 2040 genaue Vorhersagen machen. Der Sinn ist, dass Griechenland stärker wächst als der Durchschnitt der Eurozone. Im IWF gibt es Regeln, dass Kredite nur drei bis fünf Jahre vergeben werden.“

apa

stol