Mittwoch, 06. Juli 2016

Ex-Sparkassenführung setzt sich zur Wehr

Die ehemalige Sparkassenführung will die jüngst verhängte Strafe der Banca d’Italia nicht auf sich sitzen lassen. Sie kündigte nun an, dagegen Rekurs einzureichen.

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Mit insgesamt 912.000 Euro bittet die italienische Notenbank den ehemaligen Verwaltungs- und Aufsichtsrat sowie den Ex-Generaldirektor der Südtiroler Sparkasse zur Kasse. 48.000 Euro werden pro Kopf fällig (STOL hat berichtet). Hintergrund ist der Megaverlust von rund 231 Millionen Euro im Jahr 2014.

„Empfinden Strafe als nicht gerechtfertigt“

Doch der alte Verwaltungs- und Aufsichtsrat will das nicht auf sich sitzen lassen. „Wir empfinden diese Strafen als nicht gerechtfertigt und reichen  Rekurs dagegen ein“, bestätigte gestern Ex-Bankenpräsident Norbert Plattner. Man habe immer „korrekt agiert“ und werde sich daher jetzt verteidigen. Auch gegen die Strafe vom Februar vonseiten der Börsenaufsichtsbehörde Consob – insgesamt 112.000 Euro – habe man rekurriert.

Ende Juli: Aktionäre entscheiden über Haftungsklage

Weiteres Übel könnte den früheren Gremien allerdings noch von anderer Seite drohen: Am 26. Juli werden die Aktionäre der Sparkasse über eine Haftungsklage gegen den ehemaligen Verwaltungs- und Aufsichtsrat sowie gegen den ehemaligen Generaldirektor befinden.

gam/D

stol