Damit wird eine Umstrukturierungsphase fortgesetzt, der seit 2007 bereits 50.000 Stellen zum Opfer gefallen sind, klagen die Gewerkschaften. Der italienische Bankensektor beschäftigt nur noch 340.000 Mitarbeiter.Die Entschlackungskur betrifft vor allem die Mitarbeiter der ältesten Bank der Welt, Monte dei Paschi di Siena. Die nach UniCredit und Intesa Sanpaolo dritte Macht in der italienischen Bankenwelt, plant die Streichung von 4.600 Jobs und die Schließung von über 400 Filialen, das sind mehr als zehn Prozent. Dadurch soll bis 2015 eine Kostenersparnis von 565 Mio. Euro erreicht werden. Um die verschärften Eigenkapitalanforderungen der europäischen Bankenaufsicht EBA zu erfüllen, fehlen der Bank zwischen 1,3 bis 1,7 Mrd. Euro. Deshalb will Monte Paschi noch in diesem Jahr zusammen mit der Regierung Anleihen im Volumen von 1,5 Mrd. Euro auflegen.Auch Italiens fünftgrößte Bank, die UBI Banca, setzt auf einen Sparkurs. Das Mailänder Geldhaus kündigte eine Reduzierung des Personals und des Filialnetzes an. So sollen 44 Filialen geschlossen beziehungsweise verkauft werden. 1.500 Jobs sollen wegrationalisiert werden, teilte die Bank mit. Ziel sind Einsparungen in der Höhe von 115 Mio. Euro.Auch die Banca Popolare di Milano (BPM) will die Kosten abbauen. Am kommenden Donnerstag wird die börsenotierte Volksbank die Kürzung von 1.300 Jobs ankündigen. Auch die Bank Cariparma plant am kommenden Freitag ein Treffen mit den Gewerkschaften , bei dem über Jobkürzungen diskutiert werden soll. apa