Die einflussreiche US-Managervereinigung Business Roundtable forderte die Regierungen in Washington und Ottawa zu neuen Gesprächen auf. Die neuen Zölle drohten die Kosten für US-Unternehmen in die Höhe zu treiben, erklärte die Lobbygruppe, in der die Chefs von rund 200 großen Konzernen zusammengeschlossen sind, am Samstag. Auch Verbraucher würden getroffen.<BR /><BR />Die beiden Länder befänden sich bereits jetzt in einem Handelskrieg, stellte Fontaine fest. Die kanadische Regierung habe mit Blick auf US-Präsident Donald Trumps bisherigen Kurs für sich die Lehre gezogen, mit einer konfrontativeren Haltung besser zu fahren. „Sie sind zu dem Schluss gekommen, dass ein Nachgeben gegenüber der Trump-Regierung nur weitere Forderungen nach sich ziehen würde“. Europa zog er dafür als Negativbeispiel heran.<BR /><BR />Unterhändler beider Staaten hatten bis in die Nacht auf Samstag über eine Vereinbarung beraten, um die von Trump angekündigten Zölle abzuwenden. Trump hatte im Juli neue Zölle in Höhe von 50 Prozent auf eine Reihe von Produkten angekündigt, unter anderem Hockeyschläger, Möbel und Wein. Kanadas Premierminister Mark Carney kündigte am Samstag Gegenzölle an, die am 8. September in Kraft treten sollen. Nach US-Angaben sind derzeit keine neuen Gespräche geplant.<BR /><BR />Doug Ford, der Regierungschef von Kanadas wirtschaftlich stärkster Provinz Ontario, begrüßte, dass Carney sich nicht auf die „schlechte Vereinbarung“ mit den USA eingelassen habe. Führende Vertreter aus der Industrie hätten das Angebot der USA abgelehnt, sagte Ford dem Sender CBC. „Präsident Trump ist die Art von Mensch, der dir am ersten Tag dein Pausengeld klauen wird, am zweiten Tag klaut er dir die Mütze vom Kopf, und am dritten Tag klaut er deine Laufschuhe.“