Dienstag, 06. Juni 2017

Expo 2017: Wasser, Wind und Sonne aus Südtirol

Die Zukunft der Energie: Um nichts weniger geht es bei der nächsten Weltausstellung im kasachischen Astana. 3 der Expo-Pavillons hat das Bozner Unternehmen Stahlbau Pichler errichtet.

Der „Wasser“-Pavillon trägt eine Membran. - Rendering: Studio Novoe
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Der „Wasser“-Pavillon trägt eine Membran. - Rendering: Studio Novoe

113 Hektar Ausstellungsfläche, 115 beteiligte Länder, 5 Millionen erwartete Besucher – die kasachischen Expo-Zahlen beeindrucken. Die diesjährige Weltausstellung, die in 4 Tagen eröffnet wird, soll die neuesten Technologien und Trends im Bereich der Energieeffizienz und der CO2-Reduzierung aufzeigen. Nicht gerade ein unbedeutendes Thema.

4 Hauptthemen bilden den roten Faden des Ausstellungsparcours, für den sich die Organisatoren entschieden haben: Wind, Sonne, Wasser und Erde.

Dafür haben die teilnehmenden Länder keine eigenen Pavillons gebaut wie etwa bei der Expo 2015 in Mailand. Sie präsentieren sich auf einem einheitlichen Gelände und bespielen ihre Flächen mit verschiedenen Konzepten.

3 Pavillons aus Südtirol

Damit die Besucher bereits vor dem Betreten der großen Ausstellunghallen mit den Energie-Zukunftsthemen auf Tuchfühlung gehen können, wurden auf dem Freigelände kleinere Themen-Pavillons errichtet – 3 davon stammen von Stahlbau Pichler.

Seit 6 Monaten planen, produzieren und montieren die Bozner „Wind“, „Sonne“ und „Wasser“ – nach einem Konzept des Moskauer Architekturbüros NOVOE – für die kasachische Steppenlandschaft.

Die Stahlproduktion erfolgte in Bozen. - Foto: Alex Filz 

Die größte Herausforderung für die Stahlbauer war der zeitliche Druck. „Wir haben diesen Auftrag erst Ende 2016 erhalten, also relativ spät“, meint Marketingchef Markus Walder im Gespräch mit STOL. Man habe einen extrem hohen Planungsaufwand gehabt.

Immerhin ist jeder der einzelnen Themenkomplexe an die 50 Meter lang, 9 Meter breit und mit einer 400-Quadratmeter-Fassadenverkleidung versehen: Der „Wasser“-Pavillon trägt eine Membran, der „Sonnen“-Pavillon ein eloxiertes Aluminiumblech und der „Wind“-Pavillon unzählige Metall-Windrädchen.

Der Wind-Pavillon wird montiert. - Foto: Stahlbau Pichler

Die Besucher, so das Ziel, sollen in die Kraft der Natur eintauchen, sollen Teil von ihr werden – und zwar ab 10. Juni.

„Wir haben unsere Arbeiten zu 99 Prozent abgeschlossen“, meint Markus Walder. Die Monteure des Bozner Unternehmens verschrauben auf dem Ausstellungsgelände in der kasachischen Hauptstadt Astana zurzeit noch die letzten Elemente, es wird getestet und geputzt.

Zur Expo-Eröffnung in 4 Tagen, sagt Walder, wird aber alles schlüsselfertig sein.

stol/aw

stol