Freitag, 30. Oktober 2015

Expo geht zu Ende: Organisatoren feiern Besucherrekord

Die Mailänder Expo geht dem Ende zu. Am Samstag, fällt der Vorhang für die seit dem 1. Mai laufende Weltausstellung zum Thema nachhaltige Ernährung. Die Organisatoren feiern ein Rekord von 21 Millionen Besuchern, was deutlich über den Erwartungen liegt. Jeder dritte Expo-Besucher kam aus dem Ausland.

Foto: © LaPresse

Schlangen bis zu drei Stunden bildeten sich in diesen letzten Tagen vor dem Eingang der Weltausstellung und vieler Pavillons, darunter jenem Österreichs. „Wenn es möglich wäre, würden wir gern die Expo verlängern. Da es nicht möglich ist, wollen wir unsere Bewerbung für die Austragung einer weiteren Weltausstellung einreichen“, berichtete Roberto Maroni, Präsident der Region Lombardei.

Mehr als 70 Staats- und Regierungschefs, darunter Angela Merkel, Francois Hollande, David Cameron und Wladimir Putin sowie Österreichs Präsident Heinz Fischer besuchten die Weltausstellung. Gar 272.785 Personen besuchten am 10. Oktober die Ausstellung – das war der Rekordtag. Als Rekordwoche galten die Tage zwischen dem 5. und 11. Oktober als 1,24 Millionen Menschen die Weltausstellung besichtigten.

Schätzungen zufolge haben Besucher 2,3 Milliarden Euro auf dem Expo-Gelände, sowie für Reise- und Übernachtungskosten ausgegeben. Die Show habe der italienischen Wirtschaft in dieser Phase des Wirtschaftsaufschwungs nach den sieben Jahren Krise wichtige Impulse gegeben, kommentierte Maroni.

"Ein großes Volksfest"

Organisationschef Giuseppe Sala betonte, dass die Weltausstellung ein ideales Modell von Kooperation zwischen öffentlicher Hand und Privatunternehmen sei. Die Expo sei vor allem ein großes „Volksfest“, wie die Popularität des Events bezeuge.

Sala erhielt viel Lob für die effiziente Organisation des Großevents. Ihm winkt jetzt eine Kandidatur für den Bürgermeisterposten in Mailand bei den Kommunalwahlen im kommenden Frühjahr.

Italien hofft auf einen „Expo-Effekt“ auch nach Ende der Weltausstellung, denn schließlich hat die Ausstellung das Land einiges gekostet. 1,3 Milliarden Euro betrugen die Ausgaben für die Infrastruktur, 350 Millionen Euro steuerten private Investoren bei, die Teilnehmerländer eine Milliarde Euro. Alles in allem wird mit einem Wachstumsimpuls von zehn Milliarden Euro gerechnet, das sind rund 0,6 Prozent des Bruttoinlandprodukts.

apa

stol