Deuteten bereits die Zahlen des zweiten Quartals auf eine Wiederbelebung der hiesigen Exporttätigkeit hin, bestätigt das dritte Quartal diesen Aufwärtstrend. Demnach hat die Südtiroler Wirtschaft im dritten Quartal 2010, das heißt vom Juli bis September, Waren im Wert von 856 Millionen Euro exportiert (+ 24,8 Prozent zum Vorjahresquartal) und von 1.250 Millionen Euro importiert. „Das Ergebnis ist Bestätigung für die Aufhellung der Auftragslage in der Industrie und für den starken Wachstumsimpuls, der gerade in den letzten Monaten vom deutschen Markt ausgegangen ist“, schreibt das Wirtschaftsforschungsinstitut der Handelskammer Bozen (Wifo) in seiner Analyse. Wachstumsimpulse könnten in den nächsten Monaten wieder sinken Südtirols Wirtschaft schalte definitiv einen Gang höher. Allerdings gibt das Wifo zu bedenken, dass die Wachstumsdynamik auf den Märkten des deutschen Sprachraums bereits wieder etwas abflache. Fazit: Die Wachstumsimpulse des Aushandels dürften sich in den nächsten Monaten wieder etwas abschwächen. Auffallend ist – so das Wifo – der starke Zuwachs der Exporttätigkeit in die USA, nach Holland, Norwegen, Polen, in die Tschechische Republik und nach Russland. „Maßgeblich geprägt ist die Wiederbelebung durch die Produktkategorien Computer, Elektro- und Präzisionsgeräte sowie Metalle und Metallprodukte. Auch der Maschinenbau und die Autozulieferung schreiben in den Zwischenzahlt wieder ansehnliche Zuwachsraten“, schreibt das Wifo in seiner Analyse. Stärkste Exportzuwächse betreffen die Hauptmärkte Die stärksten Exportzuwächse verzeichnete Südtirol auf seinen Hauptmärkten: Deutschland (+ 13,3 Prozent) und Österreich (+ 11,8 Prozent). In die USA lieferte Südtirol um + 49,7 Prozent, in die Niederlande um + 163,7 Prozent und nach Norwegen um + 64,1 Prozent. Die stärksten Exportrückgänge betreffen den griechischen (- 27,8 Prozent) und chinesischen (- 6,7 Prozent) Markt.