Dies teilt das Landesinstitut für Statistik (Astat) mit.Exporte und Importe steigenIm ersten Semester 2010 wurden Waren im Wert von 1.529,4 Millionen Euro aus Südtirol exportiert, was einem Zuwachs von 17,3 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres entspricht. Die Zunahme ist auf erhöhte Warenströme sowohl in die EU-Länder (+14,2 Prozent) als auch in die Nicht-EU-Länder (+27,1 Prozent) zurückzuführen. Die Exporte nach Deutschland stiegen um 13,6 Prozent, jene nach Österreich um +13,0 Prozent. Die Importe nach Südtirol sind ebenfalls gestiegen, und zwar um 18,9 Prozent im Vergleich zu 2009. Auch die Importe aus fast allen wichtigsten europäischen Ländern haben zugenommen. Hervorzuhebensind die Zahlen betreffend Deutschland (+21,3 Prozent), da mehr als die Hälfte der gesamten Importe aus EU-Ländern aus diesem Land stammen und da sich dies stark auf die Verschlechterung des Handelssaldo auswirkt.Die Importe aus Afrika haben deutlich zugelegt und zwar von 8,9 auf 31,9 Millionen Euro.Negativer HandelssaldoDie Handelsbilanz hat sich hingegen verschlechtert und schloss mit einem Defizit von 517,8 Millionen Euro. Im selben Semester des Vorjahres betrug das Defizit 418,7 Millionen Euro.Der negative Handelssaldo wird laut Astat durch die Handelsbeziehungen mit den Partnern der Europäischen Union verursacht (-745,9 Millionen Euro), während sich der Handelssaldo mit den anderen Ländern weiter verbessert (+228,0 Millionen Euro).Südtirol importierte 80 Prozent mehr Computer als im VorjahrAuch bei den Importen verzeichnen die wichtigsten Importprodukte klare Zuwächse, wie beispielsweisedie Lebensmittel, Getränke und Tabakwaren, die ein Fünftel der gesamten Importe ausmachen und um11,9 Prozent zunahmen. Besonders stark angestiegen sind die Importe von Computern und elektronischen Geräten, nämlich um 80,9 Prozent. Sie entsprechen 8,6 Prozent der gesamten Importe.Betrachtet man die Entwicklungen in den Sektoren, die überwiegend zu den Südtiroler Exporten beitragen, zeigen sich deutliche Zuwächse bei der Metallindustrie und den Metallerzeugnissen (+31,0 Prozent), den Transportmitteln (+22,4 Prozent), den Land- und forstwirtschaftlichen Produkten (+15,0 Prozent) und den Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren (+12,4 Prozent).