Montag, 15. Juni 2015

EZB-Chef Draghi sieht Griechenland am Zug

Im festgefahrenen griechischen Schuldenstreit sieht die Europäische Zentralbank (EZB) Athen am Zug.

EZB-Präsident Mario Draghi - Archivbild
EZB-Präsident Mario Draghi - Archivbild - Foto: © APA/EPA

Der Ball liege jetzt im Feld der griechischen Regierung, sagte EZB-Präsident Mario Draghi am Montag vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments in Brüssel.

Es sei eine „starke und umfassende“ Vereinbarung zwischen dem hochverschuldeten Euroland und seinen Geldgebern nötig – „und wir brauchen diese sehr bald“. Die EZB tue alles, um einen erfolgreichen Abschluss zu erleichtern.

Nachdem am Wochenende Vermittlungsbemühungen der EU-Kommission erfolglos geblieben waren, läuft Athen die Zeit davon. Das bereits zweimal verlängerte Hilfspaket für Griechenland läuft Ende Juni aus. Dann droht dem Land die Staatspleite.

Zurzeit drehen sich die Verhandlungen um die letzte Tranche des noch laufenden Programms in Höhe von 7,2 Milliarden Euro. Athen benötigt das Geld, um Kredite des Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzuzahlen.

dpa

stol