Erstmals seit vier Jahren nahm 2012 der Betrug mit Plastikgeld insgesamt wieder zu, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag anhand jüngster ausgewerteter Daten mitteilte.Hauptursache: Immer häufiger greifen Kriminelle Kartendaten und Geheimnummern (PIN) bei Zahlungen ab, die online, per E-Mail oder am Telefon abgewickelt werden. Inzwischen gehen 60 Prozent der Schadenssumme auf diesen Kanal zurück – Tendenz seit Jahren steigend.Den Gesamtschaden durch Kartenmissbrauch für das Jahr 2012 bezifferten die Währungshüter auf 1,33 Milliarden Euro. Das waren 14,8 Prozent mehr als 2011. Online-Bezahlung muss sicherer werden„Die Daten zeigen, dass wir wachsam gegenüber Kartenmissbrauch bleiben müssen“, erklärte EZB-Vizepräsident Vítor Constancio. Die Notenbank mahnte, es müsse mehr für sichere Online-Bezahlungen getan werden – zumal immer mehr Verbraucher diesen Weg nutzten.Verfahren wie das Generieren von Einmal-PINs per Kartenleser seien notwendig, weil Datendiebe mittlerweile auch ausgeklügelte Techniken anwendeten.apa/dpa