Die Interventionen am Anleihemarkt müsse sofort enden, sollte ein Staat seinen zugesagten Reformen nicht nachkommen. „Wenn wir in der Situation sind und ein Land die Auflagen nicht mehr erfüllt, wäre ich dagegen, die Anleihekäufe fortzusetzen“, sagte der Ex-Finanzstaatssekretär am Dienstagabend im Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten.Kritiker des im September vom EZB-Rat beschlossenen Programms bezweifeln, dass die EZB das Programm beendet, wenn ein Land Reformverpflichtungen und Auflagen nicht einhält. Sie fürchten, dass die Notenbank politisch zu stark unter Druck stünde.Für Asmussen steht und fällt jedoch gerade damit die Glaubwürdigkeit der Zentralbanker: „Das muss jeder für sich selbst dann klären im EZB-Rat.“ Asmussen, neben Bundesbank-Chef Jens Weidmann der zweite Deutsche im EZB-Rat, hatte im September für die von der Bundesbank strikt abgelehnten Anleihekäufe votiert.Von einer weiteren EZB-Zinssenkung, wie sie in einigen von der Rezession geplagten Euro-Ländern gefordert wird, hält Asmussen nichts. Die Geldpolitik der EZB sei mit einem Leitzins von nur 0,75 Prozent bereites stark konjunkturstimulierend.apa/reuters