Montag, 12. Dezember 2016

EZB forciert umstrittenen Anleihenkäufe

Die Europäische Zentralbank (EZB) forciert kurz vor der Weihnachtspause ihre umstrittenen Anleihenkäufe. Zusammen mit den nationalen Notenbanken wurden vorige Woche öffentliche Schuldpapiere im Volumen von 16,32 Mrd. Euro in die Bücher genommen, teilten die Währungshüter am Montag mit. In der Woche davor waren es 14,52 Mrd. Euro gewesen. Damit erwarben die Notenbanken seit Programmstart im März 2015 öffentliche Schuldtitel der Euro-Staaten im Umfang von 1,23 Billionen Euro.

Die Europäische Zentralbank (EZB) forciert kurz vor der Weihnachtspause ihre umstrittenen Anleihenkäufe.
Die Europäische Zentralbank (EZB) forciert kurz vor der Weihnachtspause ihre umstrittenen Anleihenkäufe. - Foto: © shutterstock

Die EZB hatte erst am Donnerstag beschlossen, die Transaktionen um neun Monate bis Ende Dezember 2017 zu verlängern. Damit stockte sie das Gesamtvolumen um über eine halbe Billion Euro auf. Es soll nun - andere Wertpapiere wie Firmenanleihen eingeschlossen - eine Größenordnung von 2,28 Billionen Euro erreicht werden. Ziel der Geldschwemme: Die EZB will der lahmenden Wirtschaft unter die Arme greifen und die aus ihrer Sicht zu niedrige Inflation nach oben treiben.

apa/reuters

stol