Seit nunmehr fünf Sitzungen in Folge hat der EZB-Rat die Leitzinsen unverändert gelassen. Bis Juni hatte es eine Serie von Senkungen gegeben: Noch im Frühjahr 2024 lag der Einlagenzins, den Banken erhalten, wenn sie Geld bei der Notenbank parken, doppelt so hoch bei 4,0 Prozent.<h3> Inflation im Griff</h3>Die EZB hat gute Gründe, abzuwarten. Die Inflation, die nach Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine 2022 nach oben geschnellt war, ist eingedämmt. Und der Wirtschaft tun niedrigere Leitzinsen gut: Kredite für Firmen und Verbraucher werden tendenziell günstiger, was bei größeren Anschaffungen helfen und das Wachstum anschieben kann.<BR /><BR />Im Januar ging die Teuerungsrate im Euroraum weiter zurück und erreichte einer ersten Eurostat-Schätzung zufolge mit 1,7 Prozent den tiefsten Stand seit September 2024. Die EZB strebt stabile Preise für den Währungsraum bei mittelfristig 2,0 Prozent Inflation an. Auch die Konjunktur in der Eurozone hält sich trotz des Zollstreits mit den USA robust, sodass es vorerst keinen Druck für die EZB gibt, die Wirtschaft mit weiteren Zinssenkungen zu stützen.