Montag, 18. Mai 2015

EZB kaufte Staatsanleihen für 122,4 Milliarden Euro

Die Europäische Zentralbank (EZB) kommt bei ihrem Programm zum massenhaften Ankauf von Staatsanleihen weiter voran.

Foto: © LaPresse

Seit dem Start am 9. März erwarben die Währungshüter öffentliche Schuldtitel für insgesamt 122,4 Mrd. Euro, wie die EZB am Montag mitteilte. Darin sind bis zum 15. Mai abgewickelte Käufe enthalten.

Pro Monat wollen die EZB und die nationalen Notenbanken der Euro-Länder Wertpapiere im Umfang von rund 60 Mrd. Euro kaufen. Dazu zählen neben Staatsanleihen auch Pfandbriefe und Hypothekenpapiere. Bis September 2016 sollen so rund 1,14 Bill. Euro in die Wirtschaft gepumpt werden.

Mit der Geldflut will EZB-Präsident Mario Draghi die Kreditvergabe der Banken ankurbeln, was der Konjunktur Auftrieb geben soll.

Zudem soll sich die niedrige Inflation wieder der EZB-Zielmarke von knapp zwei Prozent annähern. Laut Draghi soll das Kaufprogramm in vollem Umfang umgesetzt werde – zumindest aber, bis sich die Inflationsrate in die gewünschte Richtung bewegt. Zuletzt stagnierten die Preise.

EZB-Direktor Yves Mersch rechnet damit, dass Ende des Jahres eine Inflationsrate von 1,5 Prozent erreicht wird.

apa/reuters

stol