<h3> Auswirkungen auf Darlehensnehmer</h3>Diese Entscheidung hat geringe Auswirkungen auf den Euribor-Parameter, der für viele variabel verzinste Darlehen in Südtirol als Grundlage dient. Seit Jahresbeginn ist der Euribor 6 Monate von 3,861% (Stand 03.01.2024) auf 3,686% (Stand 05.07.2024) gesunken. <BR /><BR />Für Kreditnehmer mit variabel verzinsten Darlehen und halbjährlicher Zinsanpassung bedeutet dies eine Verringerung der Gesamtrate. Die genaue Senkung hängt von der im Darlehensvertrag festgelegten Aufrundungsregel ab; z.B. bei einer Aufrundung des Euribor 6M auf das nächsthöhere Viertel verringert sich der angewandte Zinssatz für die nächste halbjährliche Zinsperiode um 0,25 Prozentpunkte.<BR /><BR />Die Zinsklausel sollte kontrolliert werden: dort ist genau festgelegt, welche Anpassung wann stattfindet. Anhand dieser Information kann man dann mit einem Rechner ( <a href="https://www.zinsen-berechnen.de/kreditrechner.php" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">z.B. diesem hier</a>) überprüfen, wie sich die Senkung auf das eigene Darlehen auswirkt.<h3> Angebote für Festzinsdarlehen</h3>Die Referenzzinssätze (IRS) für Festzinsdarlehen bleiben von der Zinssenkung der EZB unberührt. Viele Banken hatten die Zinssenkung bereits erwartet, sodass es bei den IRS-Zinssätzen keine großen Schwankungen gab. Dies bedeutet, dass sich die Zinssätze für neue Festzinsdarlehen durch die aktuelle Entscheidung der EZB nicht wesentlich ändern werden.<BR /><BR />Zusammengefasst: Die Zinssenkung der EZB bringt für Kreditnehmer mit variabel verzinsten Darlehen eine kleine Erleichterung, während die Konditionen für Festzinsdarlehen weitgehend stabil bleiben.