Die von der Europäischen Zentralbank eingeleitete Zinswende macht sich bemerkbar. Die Kreditraten von variabel verzinsten Darlehen sinken – das bestätigen auch die Banken hierzulande. <BR /><BR />„Der Marktzinssatz ‘Euribor 6 Monate’, der häufig als Referenzzinssatz für variabel verzinste Darlehen zugrunde liegt, ist seit Jahresbeginn von über 4 Prozent auf aktuell 3,27 Prozent gesunken. Kunden mit einem variablen Zinssatz profitieren somit von dieser rückläufigen Entwicklung“, sagt Georg Mair am Tinkof, Vizegeneraldirektor der Südtiroler Volksbank. <BR /><BR />Die Zinssenkung am Donnerstag sei allerdings von den Marktteilnehmern erwartet worden. „Sollte die EZB weitere Zinssenkungen vornehmen, dürfte sich dieser positive Trend auf die Darlehensnehmer mit variablem Zinssatz fortsetzen“, so Mair am Tinkhof. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1071981_image" /></div> <BR /><BR />Das italienische Vergleichsportal „facile.it“ hat ein Rechenbeispiel erstellt, um zu verdeutlichen, wie sich die monatlichen Raten eines variablen Kredits entwickeln könnten. Bei einem durchschnittlichen Kredit von 126.000 Euro mit einer Laufzeit von 25 Jahren, der Anfang 2022 aufgenommen wurde, sank die monatliche Rate von ursprünglich 733 Euro im September auf 721 Euro. <BR /><BR />Bis Ende des Jahres könnte die Rate auf 683 Euro weiterfallen. Das seien zwar gute Nachrichten für Kreditnehmer, doch man sei noch weit vom Vorkrisenniveau entfernt. Im Jänner 2022 kostete dieselbe Hypothekenrate 456 Euro im Monat. <BR /><h3> Wie sieht es mit festverzinsten Darlehen aus?</h3>Auch das Angebot an festverzinsten Krediten verbessert sich: „Die langfristigen Marktzinsen, welche die Basis für Darlehen mit Fixzinssatz darstellen, haben sich in den letzten Wochen auch leicht nach unten bewegt, jedoch weniger stark, weil die langfristigen Markterwartungen bereits seit einiger Zeit von einem niedrigeren Zinsniveau ausgehen“, sagt der Vizegeneraldirektor der Volksbank.