Montag, 30. Januar 2017

EZB: Zu wenig Fortschritt bei Italiens Problemkrediten

In Italien ist aus Sicht von EZB-Chefbankenaufseherin Daniele Nouy in den vergangenen 3 Jahren zu wenig zur Lösung der vielen Problemkredite in den Bankbilanzen unternommen worden.

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Positiv werte sie aber den Schritt der italienischen Regierung, 20 Milliarden Euro zur Unterstützung strauchelnder Geldhäuser bereitzustellen, sagte die Französin der Tageszeitung „La Repubblica“ (Montagausgabe).

Kritik, die Bankenaufsicht gehe mit deutschen Instituten milder um, wies Nouy zurück. „Wir behandeln alle auf die gleich Weise“, sagte sie. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist seit Herbst 2014 für die direkte Aufsicht über die größten Banken der Eurozone zuständig. Inzwischen werden von ihr 126 Institute überwacht.

In dem Interview wollte sich Nouy nicht zu einem möglichen Zusammenschluss der italienischen Großbank Intesa Sanpaolo mit dem Versicherer Generali äußern. „Wir beobachten die Entwicklungen sehr genau, wenn sie die Banken betreffen, die wir überwachen“, sagte sie lediglich.

Die Aufsicht bleibe, wenn es angemessen ist, mit den anderen wichtigen Behörden im Austausch. Die größte Filialbank Italiens hatte vergangene Woche ihr Interesse an einer Fusion mit Generali bestätigt.

apa/reuters

stol