Samstag, 14. März 2020

Fabriken in Italien bleiben geöffnet

Italiens Regierung hat am Samstag eine Vereinbarung mit Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden getroffen, wonach Fabriken auch während des anhaltenden Coronavirus-Ausbruchs in Betrieb bleiben dürfen. Die Vereinbarung, die nach Verhandlungen per Videoschaltung erzielt worden war, diene dem „Wohle des Landes, dem Schutze der Gesundheit der Arbeitnehmer“, twitterte Ministerpräsident Giuseppe Conte.

Diese Vereinbarung diene "dem Wohl des Landes", so Premier Conte.
Diese Vereinbarung diene "dem Wohl des Landes", so Premier Conte. - Foto: © APA (AFP) / TIZIANA FABI
Die Vereinbarung sieht höhere Sicherheitsstandards für Arbeitnehmer vor. Beschäftigte haben nun Anspruch auf Masken und andere Schutzausrüstung, sofern sie nicht in einem sicheren Abstand voneinander arbeiten können.

Einige Unternehmen reduzieren Aktivitäten

Einige Unternehmen würden ihre Aktivitäten vorübergehend einstellen oder reduzieren, um sich auf die neuen Sicherheitsanforderungen für ihre Beschäftigten einzustellen, hieß es in der gemeinsamen Erklärung der Gewerkschaften CGIL, CISL und UIL.

Büros und Fabriken weiterhin geöffnet


Italienische Behörden haben landesweit drastische Sperrmaßnahmen verhängt, um das Ansteckungsrisiko zu begrenzen. Die meisten Geschäfte sind geschlossen und Menschen aufgefordert, ihre Häuser möglichst nicht zu verlassen. Doch in einigen Büros und Fabriken geht die Arbeit weiter. In der vergangenen Woche hatte es Protest dagegen gegeben.

In Italien war die Zahl der Infizierten am Freitag auf 17.660 gestiegen. 1.266 Menschen starben nach Angaben des Zivilschutzes. Italien ist nach China das Land mit den meisten Covid-19-Toten.

apa