Donnerstag, 14. Mai 2015

Fachkräftebedarf im Nahrungsmittelsektor steigt

Wie schaut der Fachkräfte- und Bildungsbedarf im Nahrungsmittelsektor der Zukunft aus? Wie können wir uns angemessen auf den technischen Wandel vorbereiten? Auf diese Fragen wurde im Rahmen der Auftaktveranstaltung der „Zukunftswerkstatt Südtirol“ der Handelskammer Bozen Anfang Mai im Unternehmen Fructus Meran AG in Vilpian eingegangen.

Gut besucht: Die Auftaktveranstaltung der „Zukunftswerkstatt Südtirol“
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Gut besucht: Die Auftaktveranstaltung der „Zukunftswerkstatt Südtirol“

Aus- und Weiterbildung sind entscheidende Faktoren für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Deshalb war es Ziel der heurigen Veranstaltungsreihe „Zukunftswerkstatt Südtirol“, die erforderlichen Qualifikationen für den Arbeitsmarkt der Zukunft zu analysieren. 

Das WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen zeichnete das Bild des Fachkräftebedarfs im Nahrungsmittelsektor. Um an die europäischen Top-Regionen des Sektors aufzuschließen, braucht es mehr hochqualifizierte Arbeitskräfte mit Ingenieur- und Managerqualifikationen. Die Anlagen- und Maschinenbediener sowie die Monteure und die Handwerker werden nach wie vor wichtig sein. Der Bedarf an Hilfskräften wird im Nahrungsmittelsektor hingegen eher zurückgehen.

"Jugend praxisnäher ausbilden" 

Georg Theiner, Geschäftsführer und Mitinhaber der Fructus Meran AG, unterstreicht: „Wir müssen unsere Jugend praxisnäher ausbilden. Allgemeine Arbeitssicherheitskurse oder Kurse zu Hygienebestimmungen sollten beispielsweise in die Lehrpläne der berufsbildenden Schulen aufgenommen werden. Wichtig wäre auch, dass eine Basisausbildung in Personalführung und Kommunikation bereits in den Schulen gelehrt würde.“

Handelskammerpräsident Michl Ebner betonte: „Ausbildung und lebenslanges Lernen sind zentrale Punkte für die Wettbewerbsfähigkeit der Südtiroler Wirtschaft. Die Zukunftswerkstatt soll für das Thema sensibilisieren und einem Fachkräftemangel entgegenwirken.“

Knut Franke vom Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik schilderte schließlich die Megatrends in der Nahrungsmittelverarbeitung und Ernährung. Es zeigte sich, dass Nachhaltigkeit auch in der Nahrungsmittelproduktion immer wichtiger wird, besonders lokale Produkte und regionale Kreisläufe werden einen wachsenden Stellenwert einnehmen. Die Konsument/innen werden in Zukunft noch mehr Wert auf gesunde Ernährung legen.

stol

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