Mittwoch, 21. August 2019

Fachkräftemangel als unternehmerische Herausforderung

Gute Mitarbeiter finden und binden - für viele Südtiroler Unternehmen ist dies eine große Herausforderung. Das WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen hat deshalb rund 1.700 Unternehmen zur Verfügbarkeit von Fachkräften befragt. Die Ergebnisse wurden heute in der Handelskammer präsentiert.

Im Gespräch: Georg Lun, Philipp Achammer, Michl Ebner, Alfred Aberer und Luca Filippi. - Foto: Handelskammer Bozen
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Im Gespräch: Georg Lun, Philipp Achammer, Michl Ebner, Alfred Aberer und Luca Filippi. - Foto: Handelskammer Bozen

Aus den Umfrageergebnissen geht hervor, dass der Fachkräftemangel für rund ein Drittel der Südtiroler Unternehmen ein Problem darstellt, darunter besonders für Unternehmen in Sektoren, in denen saisonale Arbeitsverhältnisse dominieren. Besonders Gastgewerbe, landwirtschaftliche Genossenschaften, sowie das Baugewerbe fühlen sich betroffen.

Unternehmensgröße als wichtiger Faktor

Unterschiede lassen sich auch im Hinblick auf die Unternehmensgröße erkennen: So geben über 60 Prozent der Betriebe mit 10 bis 49 Beschäftigten an, vom Fachkräftemangel betroffen zu sein. Größere Unternehmen leiden weniger an Stellenbesetzungsproblemen.

Die Gründe für den Fachkräftemangel sehen die Unternehmen vor allem darin, dass sich schlichtweg nicht genügend Bewerber/innen auf die ausgeschriebenen Stellen melden und sie oftmals nicht die nötigen Fachkenntnisse mitbringen. Die Folgen sind eine Mehrbelastung der vorhandenen Belegschaft, abgelehnte Aufträge und Qualitätsverlust der angebotenen Dienstleistungen. 

Je größer die Unternehmen, desto professioneller verläuft jedoch auch die Personalsuche.

Steigerung der Arbeitgeberattraktivität

„Es gibt viele Wege, um für die eigenen Beschäftigten und für potenzielle Bewerber als Arbeitgeber attraktiv zu sein, wie beispielsweise das Anbieten von flexiblen Arbeitszeitmodellen, eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und eine Entlohnung, welche die Leistung stärker honoriert. Die Arbeitgeberattraktivität zu steigern wird umso wichtiger, je weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stehen“, so Michl Ebner Präsident der Handelskammer Bozen.

stol

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