Nach einer Untersuchung des Basler Prognos-Instituts könnten schon bis 2015 allein im Freistaat bis zu einer halben Million Fachkräfte fehlen. Gebraucht werden keineswegs nur hoch bezahlte Ingenieure. Qualifizierte Arbeitskräfte fehlen auch in Berufen mit eher niedrigen Gehältern – etwa Krankenschwestern und Altenpflegerinnen.Fehlen werden aller Voraussicht nach auch Auszubildende in ganz normalen Berufen. Schon jetzt haben viele Betriebe im Süden Bayerns Probleme, ihre Lehrstellen zu besetzen. Die ökonomischen Folgen unbesetzter Arbeitsplätze: geringeres Wirtschaftswachstum, geringere Steuereinnahmen, höhere Belastungen für die Sozialversicherung, weniger Geld für Zukunftsinvestitionen. Deswegen fordert die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) neben verstärkter Qualifizierung von Arbeitslosen und besseren Arbeitsmöglichkeiten für Frauen auch ein Punktesystem für Einwanderer wie in Kanada.Die Forderung nach verstärkter Zuwanderung von Muslimen erhebt dabei niemand in der deutschen Wirtschaft oder Politik. Vom kommenden Jahr an wird es faktisch einen EU-weiten Arbeitsmarkt geben. Denn dann fallen die bisher geltenden Zuzugsbeschränkungen für Arbeitnehmer aus den neuen EU-Ländern wie Polen und Tschechien. apa/dpa/lby