Montag, 02. September 2019

Fahrt frei für neue Hybridbusse

Komfortabel, umweltfreundlich, leise und sicher sind die 32 neuen Busse mit Hybrid-Antrieb (Elektro-Diesel), die der Liniendienst der Inhouse-Gesellschaft des Landes Städtischer Autobus Service AG SASA in Bozen, Leifers und Meran einsetzt. Die Busse gehen am heutigen Montag auf Linie und ersetzen etliche der bisherigen, mehr als 12 Jahre alten Linienbusse.

Die neuen Hybridbusse wurden vorgestellt und im Safety Park in Bozen getestet.
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Die neuen Hybridbusse wurden vorgestellt und im Safety Park in Bozen getestet. - Foto: © LPA

„Sicherheit ist in der Mobilität immer vorrangig, und zwar was die Infrastrukturen anbelangt, als auch die Fahrzeuge selbst“, unterstrich auch Mobilitätslandesrat Alfreider. „Zugleich setzen wir auf die neue nachhaltige und umweltfreundliche Antriebe für weniger Lärm und mehr saubere Luft, wobei wir mehrere Formen testen, weil noch nicht klar ist, welche Technik sich durchsetzt“, sagte Alfreider. 

Zu den am Montag, 2. September auf Linie gehenden Bussen werden laut SASA-Präsident Francesco Morandi bis Jahresende noch weitere 22 Hybridbusse hinzukommen. Bis 2020 gehen 12 Wasserstoff-Batterie-Busse auf Linie (STOL hat berichtet) und bis 2021 zusätzliche 8 Elektro-Busse.

Die neue Technik in den Bussen hilft vor allem den Fahrern. „So gibt es ein System, das den Fahrer unterstützt, wenn die Übersicht nicht so gut ist und für ihn bremst, wenn es brenzlig wird“, erklärte der Geschäftsführer von Evobus Italia Heinz Friedrich. Neben Seitenradar, Frontradar und Bremshilfe ist bei den langen Gelenkbussen laut Friedrich außerdem eine Steuerung eingebaut, dass der hintere Busteil bei schwierigen Straßensituationen dem vorderen folgt und nicht ausschert.

Hauptaugenmerk: Umweltschutz und Sicherheit

Nach erfolgter europäischer Ausschreibung über den Konzessionär SASA wurde die Firma Evobus (Mercedes) mit der Lieferung der neuen Busflotte beauftragt. Es handelt sich hierbei um 8 Gelenkbusse (18 Meter lang), 20 normale Stadtbusse (12 Meter lang) und 4 etwas kürzere Busse mit 10 Metern Länge. Zusätzliche 6 kleinere Busse anderer Hersteller sind noch in der Auslieferungsphase. Die Landesregierung hat den Ankauf der Busse zur Gänze finanziert und dafür insgesamt 11,6 Millionen Euro bereit gestellt.

Die Hybridbusse erfüllen gemäß geltendem Ministerialdekret die Kriterien, wonach die Emissionswerte von neu angekauften Fahrzeugen gleich oder unter den Werten der Umweltklasse Euro 6 sein müssen. 

Die Vorteile der Hybridbusse zeigen sich besonders im Stadtverkehr: Die Hybridbusse haben einen Elektromotor, der den Diesel-Verbrennungsmotor unterstützt. Bei jedem Anfahren bedeutet das: weniger Kraftstoffverbrauch, weniger Emissionen, weniger Lärm. Zudem wird bei jedem Bremsvorgang elektrische Energie in den beiden Rückgewinnungsmodulen gespeichert, was zusätzlich Energie einspart.

Auch für die Fahrgäste gibt es Sicherheitsvorrichtungen wie etwa eine Unterbodenbeleuchtung im Ausstiegsbereich, um Hindernisse beim Aussteigen auch bei Nacht frühzeitig zu erkennen.

Im Safety Park wurden die neuen Busse getestet. Bei regennasser Fahrbahn konnten sich die Passagiere vom Funktionieren der neuen Technik für die Sicherheit überzeugen.

lpa/stol

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