Montag, 27. November 2017

Fast 70 Prozent des Landespersonals weiblich

68,8 Prozent des Landespersonals sind Frauen, mehr als die Hälfte von ihnen arbeitet in Teilzeit, vor allem im Alter zwischen 35 und 50 Jahren. Und immer mehr Frauen sind in Führungspositionen tätig. Dies wurde bei der Vorstellung des Genderberichts der Landesverwaltung am Montag klar.

Rund 70 Prozent der Landesangestellten sind weiblich.
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Rund 70 Prozent der Landesangestellten sind weiblich. - Foto: © shutterstock

Von den Führungspositionen haben die Frauen zwar nur 35,4 Prozent inne, aber ihr Anteil steigt seit dem Jahr 2000 stetig.

Gleichstellungsrätin Michela Morandini und Personallandesrätin Waltraud Deeg haben am Montag zusammen mit Hanspeter Staffler, Generaldirektor der Landesverwaltung, und Michela Zambiasi vom Oragnisationsamt im Landtag den Genderberichts der Landesverwaltung vorgestellt. 

„Es ist ein insgesamt erfreulicher Bericht“, erklärte Michela Morandini, „er zeigt, dass das Land im Vergleich zur Privatwirtschaft viel getan hat, um Familie und Beruf vereinbar zu machen, aber es ist noch Spielraum für Verbesserungen.“ Unter den positiven Aspekten hob sie eine Zunahm der Akademikerinnen hervor, die Senkung des Gender Gap, der beim Land nur mehr 3,8 Prozent beträgt (17 Prozent in der Privatwirtschaft) und die Anerkennung der Professionalität mit individuellen Zulagen.

Immer mehr hochqualifizierte Frauen

Personallandesrätin Waltraud Deeg zeigte sich besonders über die Steigerung der hochqualifizierten Frauen im Landesdienst erfreut: „Frauen sind immer besser ausgebildet und stehen in Wissen und Expertise den Männern in nichts nach. In der Landesverwaltung macht sich dies immer stärker bemerkbar, weshalb es mich freut, dass bereits ein Drittel unserer Führungskräfte weiblich sind“, betonte Deeg. Dies sei eine wichtige Entwicklung und müsse weiter forciert werden. „Die Landesverwaltung kann und muss auch in diesem Bereich eine wichtige Vorbildfunktion einnehmen“, so Deeg. Dies gelte im Übrigen auch für den Bereich der familienbedingten Abwesenheiten, bei denen es künftig noch mehr gelte die Väter in die Pflicht zu nehmen und einzubinden.

Der Frauenanteil variiert nach Bereichen, berichtete Michela Zambiasi anhand von Details aus dem Bericht. Der Bildungsbereich ist zu 80 Prozent weiblich, zu 99,6 Prozent der Kindergarten, während im Straßendienst ausschließlich Männer arbeiten, und das mit unbefristetem Arbeitsvertrag.

Der Akademikeranteil ist bei jüngeren Frauen höher als bei gleichaltrigen Männern. Frauen im Landesdienst haben heute ein Durchschnittsalter von 46,7 Jahren, Männer von 47,8 – die Angleichung ist eine Folge der Rentenreform.

stol/lpa

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