Donnerstag, 17. Oktober 2019

Ferretti verzichtet auf Börsengang in Mailand

Der Jachtbauer Ferretti verzichtet auf das für kommenden Montag geplante Debüt an der Mailänder Börse. Der chinesische Mischkonzern Weichai, Mehrheitsaktionär bei Ferretti, begründete den Schritt mit den schlechten Bedingungen auf den Finanzmärkten, weswegen das Unternehmen nicht auf angemessene Weise bewertet werden könne, hieß es in einer Presseaussendung.

Der Jachtbauer hatte den Börsengang bereits verschoben und verzichtet nun darauf.
Der Jachtbauer hatte den Börsengang bereits verschoben und verzichtet nun darauf. - Foto: © ANSA / WWW.FERRETTI-YACHTS.COM

Die Aktien waren für 2 Euro pro Stück angeboten worden, was unter den Erwartungen des Unternehmens lag. „Ferretti wird angesichts seiner soliden finanziellen Lage weiterhin seine Entwicklungs-und Wachstumsziele verfolgen“, hieß es in der am Donnerstag veröffentlichten Presseaussendung.

Wegen geringer Nachfrage hatte Ferretti seinen für Anfang Oktober geplanten Börsengang zunächst auf den 21. Oktober verschoben. Weichai hält eine 86-prozentige Beteiligung an Ferretti. Die restlichen Anteile besitzt Piero Ferrari, Sohn des Gründers des gleichnamigen Sportwagenbauers. Bei einem Umsatz von 332 Mio. Euro erzielte der Jachtbauer, der bis 2003 schon einmal an der Börse notiert war, im ersten Halbjahr einen Gewinn von 30 Mio. Euro.

Noch in diesem Jahr will Ferrettis Konkurrent Sanlorenzo an die Börse gehen. Im Rahmen des Börsengangs will der 1958 in La Spezia gegründete Jachthersteller 35 Prozent des Kapitals platzieren, darunter sowohl neue als auch bestehende Aktien. Den Erlös aus der Kapitalerhöhung will Sanlorenzo Eigenangaben zufolge zur Finanzierung künftigen Wachstums und zur Nutzung von Marktchancen verwenden.

apa