Die Italiener buhlen nach Angaben italienischer Medien um den Bau der Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke Moskau-Sankt Petersburg im Gesamtwert von 29 Milliarden Euro.Auch beim Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke Moskau-Kazan, die 37 Milliarden Euro kosten soll, wollen die italienischen Staatsbahnen mitmischen, kündigte Konzernchef Mauro Moretti an.Die FS planen ein Bündnis mit dem italienischen Baukonzern Astaldi und dem Rüstungskonzern Finmeccanica für den Bau der neuen Bahnlinien.„Wir suchen jetzt nach den richtigen Finanzpartnern für das Projekt. Laut Schätzungen der ,Financial Times' sind wir im Bahn-Hochgeschwindigkeitsbereich die Besten der Welt“, wirbt Moretti.Die FS-Technologie im Hochgeschwindigkeitsbereich will Moretti neben Russland auch in die USA exportieren.Vor allem in Richtung Kalifornien blicken die Italiener, da hier die Hochgeschwindigkeitslinie zwischen Los Angeles und San Diego in Planung ist. „Wir haben dem US-Kongress unser Projekt unterbreitet“, so Moretti.Auch für den europäischen Markt hegt Moretti ehrgeizige Projekte. „Wir müssen das Liberalisierungsprojekt beschleunigen, gemeinsame Regeln und Standards feststellen, damit ein europäischer Binnenmarkt im Bahnbereich aufgebaut wird“, sagte Moretti, der seit 2009 auch Präsident des Verbands CER (Community of European Railway and Infrastructure Companies) ist.In Italien punkten die FS mit dem wettbewerbsfähigen Angebot auf der Hochgeschwindigkeitslinie zwischen Turin und Neapel.Über 120 Kilometer der Bahnlinie verlaufen in Tunnels.Italiens Bahnen setzen stark auf Hochgeschwindigkeit. Statt wie früher viereinhalb Stunden brauchen Hochgeschwindigkeitszüge jetzt nur noch zwei Stunden und 50 Minuten für die 600 Kilometer zwischen Mailand und Rom. apa