Donnerstag, 26. Januar 2017

Fiat Chrysler steigert operativen Gewinn kräftig

Der italienisch-amerikanische Autobauer Fiat Chrysler (FCA) hat 2016 von einem stärkeren Absatzanteil teurerer Autos wie den Geländewagen der Marke Jeep profitiert.

Foto: © APA/DPA

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei im vergangenen Jahr um gut ein Viertel auf 6,1 Milliarden Euro geklettert, teilte der VW-Konkurrent am Donnerstag in Amsterdam mit. Der Umsatz stagnierte indes bei rund 111 Milliarden Euro.

Im laufenden Jahr rechnet Fiat-Chef Sergio Marchionne mit einem Anstieg der Erlöse auf 115 bis 120 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis soll auf mehr als 7 Milliarden Euro steigen. In Mailand stieg die Aktie nach Bekanntgabe der Zahlen um bis zu 4,80 Prozent auf 10,70 Euro und näherte sich damit dem Rekordhoch vom März 2015.

Zuletzt stand Fiat-Chrysler wegen Vorwürfen der Abgas-Manipulationen im Fokus. Marchionne hatte einen Vergleich mit Volkswagen scharf zurückgewiesen. „Wir haben keinerlei Betrug begangen“, hatte er Mitte Januar der italienischen Zeitung „La Repubblica“ gesagt.

Die Geschäftsziele von FCA würden durch die Anschuldigungen nicht beeinflusst. Dennoch erhöhte auch die EU den Druck auf das Unternehmen und die italienischen Behörden, die seit langem prüfen sollen, ob bei den Abgaswerten geschummelt wurde. In den USA steht der Branchenriese zudem im Verdacht, bei rund 100 000 Dieselwagen die Emissionswerte von Stickoxiden gefälscht zu haben.

Fiat Crysler hat neben den beiden namensgebenden Hauptmarken und Jeep unter anderem Alfa Romeo, Maserati und Dodge unter seinem Dach.

apa/dpa

stol