Dienstag, 26. November 2019

Fiat Chrysler und PSA peilen Abschluss vor Weihnachten an

Fiat Chrysler und Peugeot (PSA) arbeiten daran, in den kommenden Wochen zu einem Fusionsabkommen zu gelangen. Gerechnet wird damit, dass es „vor Weihnachten“ zu einer Einigung kommt, heißt es in einem Brief der beiden Unternehmen an ihre Mitarbeiter. Das Schreiben wurde auf den Webseiten der beiden Unternehmen veröffentlicht.

Rund 50 Experten arbeiten am Abkommen  zwischen Fiat und Peugeot.
Rund 50 Experten arbeiten am Abkommen zwischen Fiat und Peugeot. - Foto: © APA (AFP) / MARCO BERTORELLO/JOEL SAGET

Die beiden Autokonzerne seien mit neun Gruppen mit insgesamt 50 Experten dabei, am Abkommen zu arbeiten. Die Arbeitsgruppen werden von Doung Ostermann, Finanzchef von FCA, und von Olivier Bourges, Strategie- und Programmdirektor bei PSA, koordiniert, hieß es.

„Wir haben die große Gelegenheit, mit einer Gruppe von Personen zusammenzuarbeiten, die für das Gelingen des Projekts stark engagiert sind“, so Ostermann im Schreiben. Beide Unternehmen seien motiviert, einen erfolgreichen Plan zu entwerfen. „Wir machen große Fortschritte. FCA und PSA greifen auf all ihre Ressourcen in den Bereichen Forschung und Entwicklung zurück, um eine innovationsreiche Zukunft zu fördern“, so Ostermann.
Fusion im Sinne beider Parteien

Laut Bourges erfolgt die Fusion während eines grundlegenden Wandels der Autobranche. Der Zusammenschluss sei eine Gelegenheit, um die „globale Entwicklung der beiden Konzerne“ zu fördern, hieß es.

Der italienische Premier Giuseppe Conte hob die Bedeutung der Fusionspläne zwischen den beiden Autokonzernen hervor. Wichtig sei jedoch, dass der Zusammenschluss nicht die Beschäftigung in den italienischen FCA-Produktionswerken beeinträchtige.

PSA und FCA wollen zum viertgrößten Autokonzern der Welt verschmelzen. Ergebnis wäre eine Gruppe mit mehr als 400.000 Beschäftigten und Hunderten von Fabriken weltweit. Nach Auskunft der Unternehmen soll es keine Werkschließungen geben. Analysten zufolge dürften allerdings Standorte in Europa unter Druck geraten, weil sie teilweise nicht ausgelastet sind und dort produzierte Marken sich überlappen.

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apa