Dienstag, 20. März 2018

Filmförderung: 14 Produktionen und Weltstars in Südtirol

Südtirol steht als Filmkulisse weiterhin hoch im Kurs: 23 Vorschläge für Fernseh- und Kinoproduktionen gingen beim ersten Call 2018 bei der Film Fund & Commission der IDM Südtirol ein. Am Dienstag hat die Landesregierung der Förderung von 14 Produktionen zugestimmt. Sie folgte damit dem Vorschlag der zuständigen Bewertungskommission.

Mehr als 7 Millionen Menschen sahen Till Schweigers "Honig im Kopf", jetzt steht das internationale Remake an, gedreht wird zum Teil an den gleichen Schauplätzen - Foto: LPA/IDM
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Mehr als 7 Millionen Menschen sahen Till Schweigers "Honig im Kopf", jetzt steht das internationale Remake an, gedreht wird zum Teil an den gleichen Schauplätzen - Foto: LPA/IDM

„Insgesamt werden 2.591.700 Euro zur Verfügung gestellt, der Südtiroleffekt wird mindestens 3,5 Millionen Euro betragen“, erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher in der Pressekonferenz nach der Sitzung. 

107 Drehtage in Südtirol

Und dem Südtiroleffekt versteht man - abgesehen vom touristischen Mehrwert - die positiven Auswirkungen auf die Wertschöpfung.„"Es geht dabei etwa um eine Arbeitsmöglichkeit für den Kreativsektor im Land“, sagte Kompatscher. 

Auch durch die Zunahme von Filmproduktionen sei dieser in den vergangenen Jahren stark gewachsen - angefangen von Handwerksbetrieben bis hin zu Unternehmen, die im Filmbereich tätig sind. Voraussetzung für die Südtiroler Filmförderung ist nämlich, dass die Produktionen mindestens 150 Prozent der Fördersumme in Südtirol ausgeben – durchschnittlich sind es mittlerweile rund 180 Prozent. 

Ins Gewicht fällt dabei auch die Anzahl der Drehtage in Südtirol. Für die 14 geförderten Produktionen werden insgesamt 107 Drehtage in Südtirol erwartet.

Internationales Remake von „Honig im Kopf“ mit Matt Dillon und Nick Nolte

Unter den 14 Produktionen sticht das internationale Remake von Till Schweigers „Honig im Kopf“ heraus. „Head Full of Honey“ erzählt die Geschichte der zehnjährigen Matilda und ihres an Alzheimer erkrankten Großvaters.

Ab 5. Juli werden der deutsche Regisseur und sein Team insgesamt 7  Tage lang in Südtirol arbeiten, Schauplätze ihrer Dreharbeiten sind der Kreithof in Eppan, das Franziskanerkloster in Bozen, Schloss Prösels in Völs, der Bozner Bahnhof und die Dreizinnenhütte in Toblach.

Vor der Kamera stehen unter anderem Nick Nolte, Sophie Lane Nolte, Matt Dillon, Emily Mortimer und Jaqueline Bisset. Gefördert wird auch die neue Staffel der Erfolgsserie „Un passo dal cielo“, die ab Mitte Mai wieder in Südtirol - in erster Linie rund um die Pragser Wildsee - gedreht wird.

Insgesamt unterstützt die Film Fund & Commission sieben Produktionen aus Südtirol, zwei aus dem restlichen Italien, vier aus Deutschland, eine aus Belgien. Zu den Südtiroler Produktionen gehört unter anderem „Die große Zinne“, eine Dokumentation über die Erstbesteigung der Großen Zinne mit Reinhold Messner als Regisseur.

lpa/stol

stol