Montag, 22. Januar 2018

Finale Runde im Bieterrennen um Fluglinie Niki hat begonnen

Die Schlussrunde im Bieterrennen um die insolvente Air-Berlin-Tochter Niki hat am Montag begonnen. Der Gläubigerausschuss traf sich nach Angaben der österreichischen Insolvenzverwaltung am Nachmittag. Am Ende der Beratungen soll feststehen, ob es beim Verkauf von Niki an den britisch-spanischen IAG-Konzern bleibt oder ob ein anderer Bieter den Zuschlag erhält.

 Am Ende der Beratungen soll feststehen, ob es beim Verkauf von Niki an den britisch-spanischen IAG-Konzern bleibt oder ob ein anderer Bieter den Zuschlag erhält.
Am Ende der Beratungen soll feststehen, ob es beim Verkauf von Niki an den britisch-spanischen IAG-Konzern bleibt oder ob ein anderer Bieter den Zuschlag erhält. - Foto: © APA/DPA

Unter den Interessenten ist erneut der österreichische Ex-Rennfahrer Niki Lauda. Der 68-Jährige bietet nach eigenen Worten zusammen mit dem Reiseveranstalter Thomas Cook (Condor).

Das Landgericht Korneuburg hatte vor einer Woche ein zweites Hauptverfahren zur Niki-Insolvenz in Österreich eröffnet und Bietern damit eine zweite Chance für ein Angebot eröffnet.

Großes Potenzial in Niki

IAG-Chef Willie Walsh sieht großes Potenzial in dem Deal. „Wenn wir den Zuschlag für Niki bekommen, sehen wir ein Wachstumspotenzial für mindestens 30 Flugzeuge“, sagte Walsh der Zeitung „Die Presse“. Zudem würde die Luftfahrtgruppe über die Billig-Langstrecken-Tochter Level in zwei bis drei Jahren auch Interkontinental-Flüge ab Wien anbieten.

Die IAG-Tochter Vueling hatte 20 Millionen Euro für Niki und weitere 16,5 Millionen Euro als Massekredit zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes geboten. Davon sind drei Millionen Euro geflossen, die von einem etwaigen neuen Käufer zurückgezahlt werden müssten. Die IAG wolle alle rund 1000 Niki-Beschäftigten übernehmen, sagte Walsh.

dpa

stol