Dienstag, 06. März 2018

„Financial Times“: Italiens Fortschritte sind gefährdet

Zum Wahlausgang in Italien meint die Londoner „Financial Times“ am Dienstag:

Die Londoner „Financial Times“ kritisiert Italiens Wahlergebnisse.
Die Londoner „Financial Times“ kritisiert Italiens Wahlergebnisse. - Foto: © shutterstock

„Jeglicher Fortschritt Italiens wird aufs Spiel gesetzt, wenn Populisten bei der Regierungsbildung die Führung übernehmen, was durchaus möglich erscheint. Sollten sie sich an ihre Wahlversprechen halten, könnten sich Renten- und Arbeitsmarktreformen sowie finanzielle Kontrolle in nichts auflösen. Das würde Italien auf Konfrontationskurs zur Europäischen Zentralbank bringen. Im schlimmsten Fall könnte die vom früheren Komiker Beppe Grillo gegründeter Establishment-feindlicher Movimento Cinque Stelle mit der ausländerfeindlichen Lega von Matteo Salvini zusammengehen, auch wenn ideologische Differenzen eigentlich dagegen sprechen. (...) Italien braucht eine stabile Regierung, um Reformen fortsetzten zu können, die das Land bereits auf eine solidere Grundlage gestellt haben. Aber es wird sie nicht bekommen. Man kann nur hoffen, dass die Populisten, wenn sie einmal im Amt sind, darauf bedacht sein werden, die Wirtschaft nicht entgleisen zu lassen und ihre Politik entsprechend mäßigen.“

dpa

stol