<BR />Vergangenes Jahr sind in Südtirol 432.386 Steuererklärungen eingereicht worden. Das Gesamteinkommen belief sich auf 11,8 Milliarden Euro. Im Durchschnitt verdiente der Südtiroler Steuerzahler 27.229 Euro brutto pro Kopf.<h3> Rentner mit immer geringerem Einkommen</h3>Unterscheidet man nach Altersklassen, so verdient die Gruppe der 55 bis 59-Jährigen am meisten: Das Durchschnittseinkommen liegt bei 35.411 Euro brutto. Mit dem Renteneintritt beginnt das Einkommen jedoch zu sinken. Besonders deutlich fällt der Rückgang ab dem Alter von 70 Jahren aus (siehe Grafik).<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1106334_image" /></div> <BR />Laut AFI liegt der Grund für den Rückgang in der begrenzten Anpassung der Renten an die Lebenshaltungskosten, was ältere Renten zunehmend benachteiligt. Hinzu kommt die Umstellung vom einkommensbezogenen auf das beitragsbezogene Rentensystem: Während die Rentenhöhe mit dem vorherigen System auf dem letzten Einkommen basierte, richtet sie sich heute nach den während des Arbeitslebens geleisteten Beiträgen.<BR /><BR />„Durch dieses Modell wird die finanzielle Lage der Rentner zunehmend prekär. Es handelt sich hier um ein relativ neues Problem, das sich zu den bereits bekannten summiert“, warnt AFI-Präsident Andreas Dorigoni. Selbst wer sein gesamtes Arbeitsleben in Vollzeit tätig ist und Beiträge einzahlt, erreicht nicht mehr die Rentenhöhe früherer Generationen. <BR /><BR />Dies habe nicht nur Auswirkungen auf das Einkommen im Alter, sondern auch auf die Kaufkraft. „Deshalb ist es umso wichtiger, in einen Zusatzrentenfonds einzuzahlen – und das am besten beginnend mit dem ersten Arbeitstag“, betont Dorigoni. <h3> Ungleichheit nimmt mit dem Alter zu</h3>Mit zunehmendem Alter wächst auch die Einkommensungleichheit. Besonders stark ist diese Entwicklung bei den 70- bis 74-Jährigen zu beobachten. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass ein Teil dieser Altersgruppe bereits in Rente ist und deutlich geringere Einkünfte hat, während andere noch berufstätig sind und weiterhin höhere Einkommen erzielen.<h3> Einkommensschere zwischen Männern und Frauen</h3>Ein Vergleich zwischen den Geschlechtern zeigt, dass Frauen beginnend ab der Altersklasse 30 durchschnittlich weniger als Männer verdienen. Die Einkommensschere nimmt auch mit steigendem Alter immer weiter zu. Am größten ist der Unterschied bei den 70- bis 74-Jährigen: Männer verdienen in dieser Gruppe im Schnitt 21.000 Euro mehr pro Jahr als Frauen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1106337_image" /></div> <BR />Die Gründe dafür liegen laut AFI vor allem in den unterschiedlichen Erwerbsbiografien. Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit oder unterbrechen ihre berufliche Laufbahn, was sich negativ auf ihre Einkünfte und später auch auf die Rentenansprüche auswirkt.