„Eine solche Politik ist für mich zu nah an einer Staatsfinanzierung durch die Notenpresse“, sagte Weidmann dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ und fügte hinzu: „In Demokratien sollten über eine so umfassende Vergemeinschaftung von Risiken die Parlamente entscheiden und nicht die Zentralbanken.“Zudem sei die Unabhängigkeit der EZB in Gefahr.„Finanzierung kann süchtig machen wie eine Droge“Die grundlegenden Probleme würden mit Anleihekäufen auch nicht gelöst – im Gegenteil: „Der Geldsegen der Zentralbanken würde anhaltende Begehrlichkeiten wecken“, warnt er. „Wir sollten die Gefahr nicht unterschätzen, dass Notenbankfinanzierung süchtig machen kann wie eine Droge.“Die EZB hatte Anfang August signalisiert, unter bestimmten Bedingungen wieder Bonds von Euro-Krisenländern zu kaufen, um die Risikoprämien zu drücken.Als wichtige Voraussetzung nannten die Währungshüter einen Hilfsantrag der Länder beim EU-Rettungsfonds.Bundesbank-Präsident Weidmann hatte im EZB-Rat gegen den Plan von EZB-Chef Mario Draghi gestimmt. apa/dpa