Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sprach sich am Dienstag dafür aus, Derivate – spekulative Finanzprodukte – einzubeziehen.Spindelegger sagte am Dienstag nach dem EU-Finanzministertreffen (Ecofin) in Brüssel, für 2014 und 2015 seien keine Einnahmen aus einer solchen Steuer im Budget enthalten. Elf Länder wollen diese Steuer einführen, die Mehrheit sei der Ansicht, dass sie schrittweise eingeführt werden sollte. Es werde also keine große Lösung geben, sondern die Finanzprodukte würden „Stück für Stück kommen“. Dies könne er akzeptieren. „Es geht darum, das zu starten“.„Wir wissen, dass eine schrittweise Einführung auch nicht das Optimum ist, aber es ist besser als gar nichts“, sagte dazu Schäuble. Nicht nur beim nächsten Ecofin im März, sondern auch bei den deutsch-französischen Regierungsberatungen am Mittwoch in Paris wird das Thema eine wichtige Rolle spielen. Schäubles französischer Amtskollege Pierre Moscovici sagte, bis zu den Europawahlen Ende Mai solle ein Vorschlag auf dem Tisch liegen. „Es ist noch Arbeit nötig, um einen Kompromiss zu erreichen“, so Moscovici. Schäuble äußerte sich nicht zum Zeitplan.Es handelt sich um eine Abgabe auf Wertpapiergeschäfte zum Eindämmen von Spekulationen. Banken, Versicherungen oder Investmentfonds müssten nach bisherigen Plänen die Abgabe auf jede Transaktion zahlen. Die Steuer könnte laut EU-Kommission bei vollständiger Umsetzung etwa 34 Mrd. Euro pro Jahr in die Kassen der elf Staaten bringen, davon allein 12 Mrd. in Deutschland.Die Kommission hatte vorgeschlagen, Geschäfte mit Aktien und Anleihen mit 0,1 Prozent und solche mit spekulativen Finanzprodukten (etwa Derivate) mit 0,01 Prozent zu besteuern. Es wollen auch Österreich, Belgien, Griechenland, Estland, Italien, Spanien, Portugal, Slowakei und Slowenien mitziehen.apa/dpa