Montag, 26. Oktober 2020

Fitnessstudios wehren sich gegen erneute Schließung

Die Südtiroler Fitnessstudiobetreiber fühlen sich ungerecht behandelt. Nachdem bereits der Lockdown im Frühling viele an die Grenze des finanziellen Ruins gebracht hat, sollen sie nun wieder als eine der ersten schließen. Die Studiobetreiber haben sich nun zusammengeschlossen und wollen sich gegen die Schließung wehren.

Die Fitnessstudiobetreiber in Südtirolwollen ihre Studios offen halten.
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Die Fitnessstudiobetreiber in Südtirolwollen ihre Studios offen halten. - Foto: © shutterstock
„Hallo Fitness Südtirol“ nennt sich der Zusammenschluss der deutschsprachigen Fitnessstudiobetreiber in Südtirol. Gemeinsam haben sie einen offenen Brief an die Landesregierung verfasst, in dem sie ihrem Ärger über die Schließung der Fitnessstudios Luft machen: „Wir haben alle Verständnis für die aktuelle Situation, aber wir tun uns mehr als schwer, die Schließung der Fitnesscenter und Sporthallen nachzuvollziehen.“

Fitnessstudios würden sich an eine Vielzahl von Auflagen halten, um die Gesundheit der Trainierenden zu schützen und Ansteckungen zu vermeiden: „Jeder Kunde in einem Studio ist registriert, jede Trainingseinheit wird mit Ein- und Austritt gespeichert, beim Eintritt wird Fieber gemessen, die Maskenpflicht wird bei jeglicher Bewegung im Raum eingehalten. Es wird desinfiziert, geputzt und es wurden Investitionen getätigt, um die Infektionsgefahr niedrig zu halten.“

„Wir halten uns an alle Regeln und wären auch bereit dazu, diese noch weiter zu verschärfen, wenn nötig. Aber dass wir jetzt einfach so schließen müssen, ist ein Schlag ins Gesicht“, beklagen die Betreiber Pumpwerk Fitness Bozen.

Warum nun genau Fitnessstudios und Turnhallen geschlossen werden, ist den Betreibern unklar: „Uns sind keine Infektionen bekannt, die von einem Fitnessstudio ausgehen. Warum kommt es dann zu solchen Entscheidungen? Warum wird nicht mit uns geredet?“

Von der Landesregierung fordern die Fitnessstudiobetreiber nun Perspektiven und konkrete Lösungen: „Längerfristig werden die Wenigsten von uns das Unternehmen halten können.“

Besorgt zeigen sich auch die Betreiber vom Pumpwerk Fitness Bozen: „Hier geht es um Existenzen. Wenn wir schon schließen müssen, dann fordern wir auch eine angemessene Unterstützung von der Landesregierung.“

Der offene Brief endet mit der Bitte um eine Aussprache, die jetzt „mehr als notwendig“ sei. Am morgigen Dienstag wollen sich Vertreter von „Hallo Fitness Südtirol“ mit Vertretern der italienischen Studiobetreiber in Bozen treffen, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

pho

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