<b> <a href="https://www.stol.it/artikel/wirtschaft/weniger-lohn-frauen-in-suedtirol-verdienen-immer-noch-weniger" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Die Gehaltslücke zwischen Frauen und Männern in Südtirol ist weiterhin vorhanden. Am heutigen Equal Pay Day wird deutlich: Trotz jahrelanger Debatten verdienen Frauen heute im Schnitt sogar weniger als noch vor einem Jahrzehnt (hier lesen sie mehr dazu).</a></b><BR /><BR />Zum Thema hat der Landesbeirat einen Sechs-Punkte-Katalog ausgearbeitet, der Frauen dazu anregen soll, die eigene finanzielle Situation im Blick zu behalten. Dazu zählt auch, dass in der Familie und im eigenen Haushalt sowie am Arbeitsplatz über Geld gesprochen wird. Zudem sollten Frauen sich frühzeitig über ihre Rentenabsicherung Gedanken machen und auch in der Beziehung die Verantwortung für die Finanzen nicht nur dem Partner überlassen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1302714_image" /></div> <h3> „Lasst uns gemeinsam Farbe bekennen“</h3>„Wir sprechen das ganze Jahr über Geld, weil es ein zentrales Thema für Gleichheit und finanzielle Unabhängigkeit ist. Es ist wichtig, dass wir die Lohnlücke und finanzielle Ungleichheiten ansprechen, um Veränderungen herbeizuführen und Frauen zu ermutigen, ihre finanziellen Rechte zu kennen und durchzusetzen. Indem wir darüber sprechen, schaffen wir ein Bewusstsein und fördern eine Kultur der Offenheit, in der finanzielle Themen keine Tabus mehr sind. Wir rufen alle auf, am Equal Pay Day etwas Rotes zu tragen, um ein starkes Zeichen gegen die Lohnschere zu setzen! Lasst uns gemeinsam Farbe bekennen und unsere Forderung nach Gleichheit und fairer Bezahlung sichtbar machen“, fordert Ulrike Oberhammer, die Präsidentin des Landesbeirats für Chancengleichheit. <h3> Die Teilnehmerinnen am Flashmob verteilten die bereits bekannten roten Taschen</h3>Die Vizepräsidentin Nadia Mazzardis erklärt hingegen: „Wir sind heute auf der Straße, weil die Benachteiligung der Frauen sich in den Löhnen, in der politischen Vertretung, in der Pflegearbeit und in der Zeiteinteilung niederschlägt. Die Zeit, die wir auch heute unentgeltlich dafür aufwenden, um für unsere Rechte zu kämpfen, ist beispielsweise Zeit, für die wir die Kosten ebenfalls selbst tragen müssen.“<BR /><BR />Die Teilnehmerinnen am Flashmob verteilten die bereits bekannten roten Taschen, die auf die roten Zahlen auf den Bankkonten der Frauen hinweisen sollen – ob aufgrund des ungleichen Gehalts, aufgrund Teilzeit oder nicht bezahlter Pflege- und Carearbeit. Mit dem Argument „Wissen ist Macht“ empfehlen die Teilnehmerinnen auch, einen speziell anlässlich des Equal Pay Days ausgearbeiteten Fragebogen auszufüllen, der Klarheit über die eigene finanzielle Situation bringen soll.<BR /><BR />Im ganzen Land haben sich zahlreiche Frauenorganisationen am Equal Pay Day beteiligt und an Ständen Informationsmaterial verteilt. Aktuell beträgt die Lohnschere zwischen Mann und Frau bei Vollzeitbeschäftigung 17,5 Prozent (bezogen auf den durchschnittlichen Tageslohn) und ist damit im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht gestiegen.