Donnerstag, 13. Februar 2020

Flixbus will weiter expandieren

Zum 7-jährigen Bestehen hat Fernbus-Marktführer Flixbus am Donnerstag Pläne für die Expansion nach Großbritannien und Portugal angekündigt.

Flixbus-Geschäftsführer Andre Schwämmlein hat Expansionspläne für das Fernbusunternehmen.
Flixbus-Geschäftsführer Andre Schwämmlein hat Expansionspläne für das Fernbusunternehmen. - Foto: © APA (dpa) / Bernd von Jutrczenka
Noch in diesem Jahr werde das Unternehmen dort „ein nationales Netzwerk etablieren und gleichzeitig internationale Verbindungen ausbauen“, teilte Flixbus in München mit. In Heimmarkt Deutschland gebe es dagegen derzeit ein eher schwieriges Marktumfeld.

Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben zudem neue Verbindungen für die baltischen Länder. Außerdem solle das Fernbus-Netzwerk mit der geplanten Verbindung nach Marokko „nicht nur um ein neues Land, sondern auch um einen neuen Kontinent“ erweitert werden. „Im kommenden Jahrzehnt stehen mit Markteintritten in Südamerika und Asien weitere große Expansionen auf dem Plan“.

„Heute feiern wir unseren 7. Geburtstag und können auf zahlreiche Erfolge in ganz Europa und in den USA zurückblicken. Auch 2020 werden wir unsere Vision, grüne Mobilität rund um den Globus verfügbar zu machen, weiterverfolgen“, sagte der Gründer und Chef von FlixMobility, Andre Schwämmlein, der Nachrichtenagentur AFP.

Aktuelle Probleme in Deutschland führte er auf „politische Rahmenbedingungen“ zurück. Flixbus hatte unter anderem die Senkung der Mehrwertsteuer für Fernverkehrstickets der Deutschen Bahn kritisiert, die für Fernbusse nicht gilt.

Zu dem geplanten Engagement in Großbritannien sagte Schwämmlein, es gebe dort in Verbindung mit dem Brexit „ein enormes Interesse“ daran, „mit Europa verbunden zu bleiben“. Daher stehe das Land derzeit ausländischen Investitionen besonders offen gegenüber. „Das Inlandsnetz ist der nächste Schritt hin zu einem voll integrierten Angebot für britische Kunden“, kündigte der Flixbus-Chef an.

Neues Fernverkehrnetz in weiten Teilen Europas

Flixbus will nach eigenen Angaben zudem 2020 Estland, Lettland und Litauen von Polen aus an sein Fernverkehrsnetz anbinden. Damit werde das bereits bestehende Engagement in osteuropäischen Ländern gestärkt, hieß es.

In Portugal sollen bestehende internationale Verbindungen durch ein Inlandsnetz ergänzt werden, nachdem dort rechtliche Voraussetzungen dafür geschaffen worden seien. Die bereits angekündigte Verbindung von Frankreich nach Marokko soll am 18. Februar starten.

Am 13. Februar 2013 fand die erste Fahrt eines Flixbus auf der Strecke München-Erlangen statt. 2019 beförderten die grünen Busse nach Unternehmensangaben insgesamt mehr als 62 Millionen Fahrgäste. Seit 2018 ist das Unternehmen mit Flixtrain auch auf der Schiene unterwegs.

apa

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